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QUIZ
 

WELCHE AUSBILDUNG PASST ZU MIR?

Ob Du mit Handicap auf die Welt gekommen bist oder plötzlich lernen musst, mit einer körperlichen Beeinträchtigung umzugehen, es warten Herausforderungen auf Dich, die in bestimmten Phasen Deines Lebens unüberwindbar erscheinen, die Du aber meistern wirst. Eine sehr gravierende ist die Planung und Umsetzung Deiner beruflichen Zukunft.

Viele junge Menschen mit Behinderung sind verunsichert und können sich nicht vorstellen, wie ihre Karriere aussehen wird. Fragst auch Du Dich, ob Du auf dem Arbeitsmarkt die gleichen Chancen wie Jugendliche ohne körperliche oder psychische Beeinträchtigung hast? Wir informieren Dich über Deine Aussichten und Fördermöglichkeiten und geben Dir Tipps zum erfolgreichen Start in Dein Berufsleben an die Hand.

Gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt?

© lassedesignen - Fotolia.com

Ausbildungsplatzsuche und Hilfe während der Ausbildung

Für die Suche nach einem Ausbildungsplatz musst Du viel Zeit und Mühe einplanen. Wenn Du Hilfe bei Deiner Berufsorientierung benötigst, findest Du im Berufsinformationszentrum (BIZ) Deiner zuständigen Agentur für Arbeit entsprechende Angebote. In den Agenturen gibt es sogenannte Reha-Teams, die Jugendliche mit Handicap bei ihrer Ausbildungsplatzsuche und während der Ausbildung unterstützen. Du bekommst einen persönlichen Berater an die Seite gestellt, der mit Dir gemeinsam erarbeitet, wo Deine Interessen und Kompetenzen liegen und erkennt, in welchen Bereichen Du vielleicht noch Förderung brauchst.

Ein weiteres Angebot der Agentur für Arbeit ist die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB), die im Vorfeld einer Ausbildung angeboten wird. Auch hier wird der Fokus auf Deine individuellen Fähigkeiten und Deinen Bedarf gelegt. Die Maßnahmen beinhalten beispielsweise den Erwerb von Schlüsselqualifikationen oder die Förderung Deiner Allgemeinbildung. 

Junge Menschen können mit Hilfe der Agentur für Arbeit auch zunächst eine außerbetriebliche Berufsausbildung (BaE) beginnen, wenn diese aufgrund ihrer Behinderungen besondere Hilfe benötigen und auch mithilfe ausbildungsbegleitender Hilfen nicht in einem Betrieb ausgebildet werden können. Du sammelst dabei in außerbetrieblichen Einrichtungen (Werkstätten oder Übungsbüros) zunächst theoretisches Wissen. Möglichst nach dem ersten Ausbildungsjahr soll der Übergang in eine betriebliche Ausbildung stattfinden.

Bin ich als Bewerber gleichberechtigt?

Das fragen sich viele Jugendliche in Deiner Situation. Zuallererst solltest Du Deine Behinderung nicht als Hindernis für eine erfolgreiche Bewerbung ansehen. Alleine durch das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) bist Du abgesichert, beim Bewerbungsverfahren genauso berücksichtigt zu werden wie Menschen ohne Beeinträchtigung. Immer wieder wird in Stellenanzeigen speziell darauf hingewiesen, dass Bewerber mit Handicap bei gleicher Eignung den anderen sogar vorgezogen werden.

Muss mein Arbeitgeber alles wissen?

Wie Du mit Deiner Beeinträchtigung in der Bewerbung umgehst, ob Du sie direkt thematisierst oder erst im Bewerbungsgespräch ansprichst, hängt von vielen Faktoren ab. Bist Du in Tätigkeiten eingeschränkt, die in Deiner künftigen Position eine Rolle spielen, wirst Du Deinen potenziellen Arbeitgeber darüber in Kenntnis setzen müssen. Zudem ist es empfehlenswert, Deine sichtbare Behinderung spätestens im Bewerbungsgespräch zu thematisieren. Ist Deine Beeinträchtigung für die Ausbildung irrelevant, steht es Dir frei, Deinen Ausbilder zu informieren. 

Arbeitshilfen am Arbeitsplatz

© Edler von Rabenstein - Fotolia.com

Plötzlich Azubi

Wenn Du einen Ausbildungsplatz bekommen hast, kannst Du von der Agentur für Arbeit weiterhin Förderungen in Anspruch nehmen. Die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) dienen beispielsweise dazu, mit Hilfe von Förderunterrichtsstunden die Ausbildung erfolgreich zu meistern. In finanzieller Hinsicht kannst Du auf die Unterstützung durch die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) zurückgreifen, mit deren Hilfe Du Dir Deinen Lebensunterhalt finanzieren kannst. Die Höhe der Förderung hängt von Deiner Wohnsituation und anderen Faktoren ab. Am besten lässt Du Dich in Deiner Agentur für Arbeit beraten.

Wusstest Du schon?

Eine weitere Unterstützung bieten die Integrationsämter, die für die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in das Berufsleben Sorge tragen. Sie bieten Förderungsmaßnahmen für Arbeitnehmer, indem sie den Arbeitsplatz z.B. mit technischen Arbeitshilfen, die zur Erfüllung der Aufgaben gebraucht werden, ausstatten.

09/2016

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