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ELTERN IN DER AUSBILDUNG – EIN BALANCEAKT

Du bist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder steckst bereits mitten in der Ausbildung und bist außerdem noch schwanger oder schon Mutter eines kleinen Kindes? Als wäre die Orientierungsphase nicht schon schwer genug, musst Du Dir, anders als die meisten Deiner Freunde, zusätzlich Gedanken über die Betreuung Deines Sprösslings machen. Wir informieren Dich darüber, wie Du Deine Ausbildung mit Deiner kleinen Familie unter einen Hut bekommst.

Schwanger in der Ausbildung

© Nastasia Froloff - Fotolia.com

Dass Du als Mutter gleichermaßen eine Ausbildung machen kannst, versteht sich von selbst. Doch die Situation mit einem Kind zu meistern, ist eine Doppelbelastung, die gut durchdacht sein will. Eine Ausbildung erfordert ohnehin schon viel Disziplin, Durchhaltevermögen und Organisationstalent.

Rechte und Pflichten – körperliche Arbeit

Als Azubi während der Schwangerschaft hast Du besondere Rechte und Pflichten, mit denen Du Dich auseinandersetzen solltest. Wenn in Deinem Job z.B. körperliche Arbeit an der Tagesordnung steht, muss das in Zukunft eingeschränkt werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, schwere Tätigkeiten von Dir fern zu halten. Ab dem 6. Schwangerschaftsmonat darfst Du nicht mehr als vier Stunden am Tag stehen und deine tägliche Arbeitszeit beschränkt sich auf maximal 8 Stunden in der Schwangerschaft.

Mutterschutz und Elternzeit

Sechs Wochen vor der Geburt Deines Kindes greift der Mutterschutz. Du bist von der Arbeit befreit und brauchst erst wieder acht Wochen nach der Entbindung arbeiten – vorausgesetzt Du nimmst keine Elternzeit in Anspruch. In diesem Zeitraum steht Dir das Mutterschaftsgeld zu. Die Elternzeit, die üblicherweise darauf folgt, beträgt bis zu drei Jahre. Du kannst diese Zeit entweder am Stück nehmen oder auch auf verschiedene Zeiträume verteilen. Genauso besteht die Möglichkeit, einen Teil der Elternzeit gemeinsam mit Deinem Partner zu verbringen, was jedoch allein aus Kostengründen von vielen Elternpaaren nur kurz genutzt wird.

 

Zudem bekommst Du Eltern- (je nach Wunsch 1-2 Jahre) und Kindergeld. Zusätzliche finanzielle Unterstützung ist mit Hilfe der Berufsausbildungsbeihilfe möglich. Du kannst Dich bei Deiner zuständigen Agentur für Arbeit erkundigen, ob Du dazu berechtigt bist.

Wichtig!

Kümmere Dich rechtzeitig um die Beantragung Deiner Elternzeit! Der Arbeitgeber muss bis spätestens sieben Wochen vor Antritt der Elternzeit informiert werden.

Ausbildung in Teilzeit

Wenn Dein Kind erst einmal auf der Welt ist, wird es Dein Leben gehörig auf den Kopf stellen. Wenn Du wieder in Deine Ausbildung einsteigen willst, hast Du die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung. Das erleichtert Dir den Spagat zwischen Familie und Beruf. So hast Du auch mehr Zeit, Dich auf die Berufsschule und die damit einhergehenden Prüfungen zu konzentrieren.

Kinderbetreuung - Wer zuerst kommt, ma(h)lt zuerst

Du solltest Dein Kind möglichst zeitnah bei einer Tagesmutter oder einer Kindertagesstätte anmelden. Am besten befasst Du Dich frühzeitig mit dem Thema Kinderbetreuung. Manche Eltern kümmern sich sogar schon in der Schwangerschaft um einen Kitaplatz, was die Chancen deutlich erhöht. Die Betreuungssituation variiert jedoch von Bundesland zu Bundesland. Informiere Dich über alles Wissenswerte (Kita-Gutschein, Betreuungsumfang, Finanzierung…) beim Jugendamt. Eine Liste der zuständigen Jugendämter findest Du auf der Homepage Deiner Stadt.

Kindertagesstätte oder Tagesmutter?

© BlueOrange Studio - Fotolia.com

Beruf und Familie

Für eine durchwachte Nacht hast Du eher andere Gründe als Deine Freunde. Bei Dir stehen Windelwechseln, Impfungen und Kita-Alltag eher an der Tagesordnung als Cocktails trinken, auf Parties gehen oder der WG-Alltag.

Die Zeit ist rar – vergiss aber nicht, Dir zwischendurch Pausen zu gönnen, um Deine Akkus wieder aufzuladen. Auch wenn Deine Freunde in ganz anderen Lebenssituationen stecken, unternehmt etwas gemeinsam! Sie werden Freude daran haben, Dein Kind aufwachsen zu sehen und sich in Zukunft um die Babysitterstunden reißen!  

Unterstützung, wenn es mal eng wird

Eine große Unterstützung können Deine Eltern oder die Deines Partners sein. Gerade, wenn die Prüfungen anstehen oder Du einen anderen wichtigen Termin wahrnehmen musst, sind die eigenen Eltern oft ein großer Segen. Doch nicht immer ist die Organisation so leicht. Die Kinder werden krank – und das nicht selten – und nicht immer wohnen die Eltern in der Nähe oder aber sie sind selber noch berufstätig.

Zeit mit Oma und Opa

© famveldman - Fotolia.com

Auch die Beziehung junger Eltern geht in manchen Fällen in die Brüche, wenn die Kinder noch ganz klein sind. Das Wichtigste ist, dass ihr an einem Strang zieht und auf das Wohl des Kindes bedacht seid. Nehmt Hilfe in Anspruch und strukturiert Euren Alltag von vorne bis hinten gut durch. So wird Dir der Spagat zwischen Familie und Ausbildung gelingen.

09/2016

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