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Nicht das, was alle machen – Seltene Berufe im Check

Du weißt noch nicht genau, was Du nach der Schule machen möchtest? Die Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten erschlägt Dich regelrecht? Vielleicht hast Du eher seltene bzw. unübliche Berufe noch gar nicht in die engere Wahl mit einbezogen. Insbesondere in den nicht so gängigen Sparten – vor allem im Handwerk – werden Azubis händeringend gesucht. Darüber hinaus bieten sie ihrem Nachwuchs solide berufliche Perspektiven. In allen hier präsentierten Berufen besteht die Möglichkeit, Dich durch eine spezielle Weiterbildung meist nach einigen Jahren Berufserfahrung als Meister oder Fachwirt zu qualifizieren. Dadurch kannst Du Dich selbstständig machen oder in Zukunft in leitender Position in einem Betrieb arbeiten. Zudem hast Du die Befugnis, selbst einmal Azubis auszubilden. Vielleicht ist das eine spannende Herausforderung für Dich? Ob solch ein Beruf auch für Dich in Frage kommt, findest Du anhand unserer Berufe-Profile heraus.

    Goldschmied/in

    Ausbildung zum/zur Goldschmied/in

    Als Goldschmied/in bedarf es einer kreativen und handwerklichen Ader. Du entwirfst und fertigst Schmuck aus Edelmetallen. Die Ausbildung kannst Du in drei verschiedenen Fachrichtungen absolvieren: Juwelen, Ketten und Schmuck. In den ersten beiden Ausbildungsjahren lernst Du die Grundlagen des Berufes kennen, im dritten Lehrjahr legst Du dann den Schwerpunkt auf Deine gewählte Fachrichtung.

    Ausbildung zum Goldschmied/in

    © Andrei Levitskiy - Fotolia.com

    Spezialisierungen als Goldschmied/in

    Als Goldschmied/in der Fachrichtung Juwelen entwirfst und fertigst Du Schmuckstücke und bearbeitest passende Edelsteine, wie Smaragde, Perlen oder Rubine. Du benötigst Fingerspitzengefühl, um die Edelsteine den von Dir angefertigten Fassungen anzupassen und sie zu befestigen. Zudem reparierst Du Juwelenschmuck oder arbeitest ihn nach Kundenwunsch um.

    Als Goldschmied/in der Fachrichtung Ketten gestaltest und fertigst Du überwiegend Hals- und Armschmuck. Mit dem passenden Werkzeug stellst Du in Eigenarbeit Kettenglieder und -verschlüsse her. Auch in dieser Fachrichtung gehört es zu Deinen Aufgaben Schmuck auf Kundenwunsch herzustellen, zu reparieren oder umzuarbeiten.

    Als Goldschmied/in der Fachrichtung Schmuck kreierst und produzierst Du ebenfalls Schmuckstücke wie Hals-, Ohr-, Arm- und Handschmuck. Mit Zangen, Feilen und anderem Werkzeug werden die Edelmetalle bearbeitet und je nach Vorlage entsprechend gefertigt.

    Die Fakten der Ausbildung

    Dauer: Die duale Berufsausbildung als Goldschmied/in dauert 3½ Jahre.

    Voraussetzungen: handwerkliches Geschick, Kreativität, Sorgfalt, Serviceorientierung

    Gehalt (Beispiel Schmuck-, Uhren und Edelmetallindustrie, monatlich Brutto):   

    1. Ausbildungsjahr: 994 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 1.057 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 1.150 Euro
    4. Ausbildungsjahr: 1.212 Euro

    (Quelle: IG Metall, Stand Juli 2017)

    Der Verdienst eines/einer Goldschmied/in in der Ausbildung ist im Vergleich zu anderen Ausbildungsgehältern verhältnismäßig hoch. Der Agentur für Arbeit zufolge werden in den Betrieben vorwiegend Azubis mit Hochschulreife eingestellt.

    Einsatzort: beim Juwelier, in der Schmuckindustrie, in Goldschmiedewerkstätten

    Eine Alternative ist die Ausbildung zum/r Silberschmied/in, die in zwei Schwerpunkten möglich ist: Schwerpunkt Metall und Schwerpunkt Email. 

    Klavier- und Cembalobauer/in

    Ausbildung zum/zur Klavier- und Cembalobauer/in

    Du spielst leidenschaftlich gerne Klavier und möchtest Dein Hobby zum Beruf machen? Als Klavierbauer/in ist jedoch mehr handwerkliches als musikalisches Talent gefragt.

    Stimmen, restaurieren und reparieren - Ausbildung zum/zur Klavierbauer/in

    © kei u - Fotolia.com

    Du stellst Pianos und Flügel her und arbeitest dabei mit verschiedensten Materialien. Die Einzelteile werden größtenteils selbst gefertigt und montiert. Im Vorfeld eines Klavierbaus erstellst Du technische Zeichnungen, mit deren Hilfe Du dann die Mechanik, Tasten und Pedale einbaust. Zudem spielt auch in diesem Beruf die Kunden- und Serviceorientierung eine große Rolle. Es gehört zu Deinen Aufgaben, Kunden beim Kauf von neuen oder gebrauchten Instrumenten mit individueller Beratung zufrieden zu stellen. Das Restaurieren fällt ebenso in den Aufgabenbereich eines/einer Klavierbauers/in wie das Stimmen der Instrumente.

    Die Fakten der Ausbildung

    Dauer: Die Berufsausbildung als Klavierbauer/in dauert 3½ Jahre.

    Voraussetzungen: handwerkliches Geschick, Musikalität, gute Mathekenntnisse

    Gehalt: 

    1. Ausbildungsjahr: 640 Euro bis 870 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 677 Euro bis 906 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 765 Euro bis 947 Euro
    4. Ausbildungsjahr: 810 Euro bis 996 Euro

    (Quelle: berufenet.arbeitsagentur.de, Stand: 08/2017),

    Einsatzort: in handwerklichen Klavierbauerwerkstätten, in kleineren bis mittleren Industriebetrieben des Instrumentenbaus, in Museen mit Restaurierungsabteilungen

    Schuhmacher/in

    Ausbildung zum/zur Schuhmacher/in

    Du bist technisch und handwerklich begabt und bringst außerdem das Interesse an kundenorientiertem Service mit? Wie wäre es mit einer 3-jährigen Ausbildung zur/zum Schuhmacher/in?

    Als Schuhmacher ist handwerkliches Geschick gefragt

    © MIMOHE - Fotolia.com

    Die Tätigkeiten liegen hierbei insbesondere in der Herstellung von Maßschuhen. Je nach Kundenwunsch setzt Du spezielle Vorstellungen um und fertigst individuelle Produkte an. Die Maße des Kunden werden auf ein hölzernes Fußmodell übertragen. Mithilfe dieses Modells werden die einzelnen Teile des Schuhes aus dem ausgewählten Material gefertigt. Angefangen bei der Idee über die Umsetzung bis hin zum fertigen Produkt sorgt der/die Schuhmacher/in dafür, dass am Ende ein zufriedener Kunde seine gewünschten Schuhe in den Händen hält. Zudem fallen in Schuhmachereien Reparaturen aller Art an. Neben der Ausbesserung und Erneuerung von Absätzen oder Sohlen werden die Schuhe auch fachgerecht gepflegt und gereinigt.  

    Fakten zur Ausbildung

    Dauer: Die Ausbildung zum/zur Schuhmacher/in dauert 3 Jahre.

    Voraussetzungen: handwerkliches Geschick, Sorgfalt, Serviceorientierung

    Gehalt:

    1. Ausbildungsjahr: 343 Euro bis 375 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 412 Euro bis 420 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 475 Euro bis 499 Euro

    (Quelle: berufenet.arbeitsagentur.de, Stand: 08/2017)

    Einsatzort: u.a. in Schuhmacher- und handwerklichen Lederwerkstätten, bei Schuh-Schnellreparaturdiensten

    Steinmetz/in und Steinbildhauer/in

    Ausbildung zum/zur Steinmetz/in und Steinbildhauer/in

    Die Ausbildung zum/zur Steinmetz/in und Steinbildhauer/in erfordert neben handwerklichem Können auch Kreativität. Du kannst die Ausbildung in zwei verschiedenen Fachrichtungen machen. In den ersten beiden Ausbildungsjahren werden Grundkenntnisse vermittelt, wie Bearbeitungstechniken, Schriftbildgestaltung, rechnerische Grundlagen und technisches Zeichnen. Im dritten Lehrjahr wird dann der Schwerpunkt entweder auf den Beruf Steinmetz/in oder Steinbildhauer/in gelegt.

    Kreativ werden

    © JMP de Nieuwburgh - Fotolia.com

    Schwerpunkte der Ausbildung

    Als Steinmetz/in bearbeitest Du Natur- und Kunststein mithilfe von Werkzeugen und Maschinen wie Steinfräs-, Schleif- und Graviermaschinen. Bei den Entwürfen für Kunden ist im Vorfeld Kreativität gefragt, wie letztlich auch bei der Umsetzung der Ideen und der Gestaltung der Steinarten (bspw.: Marmor, Schiefer oder Granit). Zudem fertigst und verlegst Du Fliesen oder Platten je nach Kundenwunsch. Die Montage von Fassadenelementen, die Herstellung von Grabsteinen sowie die Restaurierung von Bauwerken gehören ebenfalls zu den Aufgaben eines/einer Steinmetz/in.

    Als Steinbildhauer/in produzierst Du anhand eigens angefertigter Skizzen oder frei nach Kundenwunsch Modelle aus Ton oder Gips, die Du dann in Skulpturen oder Denkmäler umwandelst. Dafür bearbeitest Du das Material mit Maschinen und Werkzeugen. Die Feinarbeit liegt dabei in der Gestaltung von Schriften und Ornamenten. Auch Steintreppen und Mauern werden von Steinbildhauern hergestellt, bearbeitet und restauriert.    

    Fakten zur Ausbildung

    Dauer: Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. 

    Voraussetzungen: handwerkliches Talent, Umsicht (beim Bedienen von Maschinen), Kreativität  

    Gehalt:

    1. Ausbildungsjahr: 530 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 620 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 720 Euro

    (Quelle: berufenet.arbeitsagentur.de, Stand: 08/2017)

    Einsatzort: in Steinmetz-, Kunststein- und Grabsteinwerkstätten, in Restaurierungsbetrieben für historische Gebäude und Steindenkmäler, in Museumswerkstätten, in Kirchenbauämtern

    Winzer/in

    Ausbildung zum/zur Winzer/in

    Wenn Du an Wein denkst, dann ist das für Dich mehr als nur ein Getränk? Das Berufsbild des/der Winzers/in zeichnet sich durch die Leidenschaft zum Wein, der Arbeit an den Reben sowie im Weinkeller und dem gewissen Gespür für die Vermarktung eines Weines aus.

    Die Leidenschaft zum Wein

    © goodluz - Fotolia.com

    Du bist in den gesamten Produktionsprozess eines Weines involviert. Deine Tätigkeiten finden überwiegend im Freien statt. Dazu gehören u.a. der Anbau der Trauben, die Pflege der Weinstöcke und die Traubenlese. Mit Hilfe technischer Anlagen werden die Trauben im nächsten Schritt ausgepresst. Mit bestimmten Methoden arbeitest Du stets an der Verbesserung der Weinqualität. Die Gärung und Lagerung des Weines werden in speziellen Weinkellern überprüft. Zudem fällt das Abfüllen und Etikettieren des Weines in das Aufgabenfeld eines/einer Winzers/in. Für den Verkauf des Weines entwickelst Du ein Gefühl für Marketingstrategien, um den Wein auf dem Markt gut platzieren und vermarkten zu können.   

    Fakten zur Ausbildung

    Dauer: Winzer/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Landwirtschaft.

    Voraussetzungen: Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Interesse an Biologie

    Gehalt:

    1. Ausbildungsjahr: 520 Euro bis 630 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 570 Euro bis 675 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 615 Euro bis 730 Euro

    (Quelle: berufenet.arbeitsagentur.de, 08/2017)

    Einsatzort: auf Weingütern, bei Weinherstellern, in Kellereien

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