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QUIZ
 

WAS ERWARTET MICH IM ASSESSMENT CENTER?

Besonders Großunternehmen – aber auch immer mehr kleine Unternehmen – sehen in ihren Bewerbungsverfahren ein Assessment Center (kurz: AC) für die Bewerber vor. In diesem wirst Du mit anderen Bewerbern verglichen, auf die Probe gestellt und wie ‚assessment’ schon sagt, beurteilt.

Während die Kriterien für Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräch durchaus transparent sind, so stellt sich die Frage, was genau im Assessment Center erwartet wird. Welche Aufgaben stehen beim Einstellungstest auf der Tagesordnung? Wie kannst Du Dich hierauf bestmöglich vorbereiten? Und welche Fehler gilt es zu vermeiden?

    Ziel

    Ziel eines Assessment Centers

    Allgemein gesagt, ist das Ziel eines Assessment Centers herauszufinden, welcher Bewerber bzw. welche Bewerberin für die Ausbildungsstelle am besten geeignet ist. Mit einer komplexen Mischung an Verhaltens- und Arbeitsproben gilt es eine Reihe von berufsspezifischen Herausforderungen zu meistern - teilweise allein, teilweise zusammen mit anderen Bewerbern.

    Die konkrete Zusammenstellung der Aufgabenabschnitte beruht auf den abgestimmten Verhaltenskriterien und dem jeweiligen Anforderungsniveau der ausgeschriebenen Position. Um auch diese Hürde im Bewerbungsverfahren zu meistern, solltest Du Teamfähigkeit, Leistungsmotivation, Kompetenz und Persönlichkeit beweisen.

    Tipps zur Vorbereitung auf das Assessment Center

    © Fotowerk - Fotolia.com

    Bestandteile eines Assessment Centers

    Einzelgespräch

    Im Einzelgespräch solltest Du Deine Ziele und Vorstellungen erklären und mit Deiner Persönlichkeit punkten. Oft steht eine persönliche Vorstellung gleich zu Beginn des Assessment Centers an. Dabei ist es wichtig, dass Du nicht Deinen Lebenslauf nacherzählst, sondern schulische Eckpunkte und berufliche Fähigkeiten herausstellst und mit der Ausbildungsstelle verknüpfst.

    Gruppengespräche

    Im Gruppengespräch wird Deine Kommunikationsfähigkeit getestet. Außerdem kannst Du Deine Initiative, Team- und Konfliktfähigkeit unter Beweis stellen. Eine rege Beteiligung und ein Zwischenfazit oder eine abschließende Bemerkung, die die Diskussion inhaltlich vorantreiben, fallen dem Personaler sehr positiv auf. Vertritt Deine Meinung, aber gehe auch auf die Beiträge Deiner Mitkonkurrenten ein.

    Kurz-Referat

    Im Kurz-Referat musst Du Deine rhetorischen Fähigkeiten beweisen und einen Vortrag zu einem vorgegebenen Thema eigenständig vorbereiten und präsentieren. Nutze dafür die Medien, die Dir angeboten werden. Zu schnelles Sprechen, eine unruhige Körpersprache und einen unstrukturierten Aufbau solltest Du vermeiden.

    Im Assessment Center musst Du auch vor anderen präsentieren

    © pressmaster - Fotolia.com

    Die Gesamtbeurteilung zählt

    Jedoch nicht nur die einzelnen Aufgaben werden im AC bewertet. Auch das Verhalten in den Pausen kann in Deine Gesamtbeurteilung mit einfließen. Wer hier schlecht über andere redet oder generell gewisse Umgangsformen vermissen lässt, beispielsweise während eines gemeinsamen Essens, der ist schnell aus dem Rennen.

    Insgesamt interessieren sich die Personaler vor allem für die Persönlichkeit der Bewerber: Wer schafft es trotz größter Komplikationen durch Souveränität und Kompetenz zu überzeugen? Diese Teilnehmer haben am Ende besonders gute Chancen. Ratsam ist somit eine gute Vorbereitung und die gezielte Beherrschung Deiner Soft Skills, die bei diesem Auswahlverfahren relevant sind.

    Einstellungstest

    Der Einstellungstest

    In diesen Tests werden meist Dein Allgemeinwissen, logisches Denkvermögen und der Umgang mit Zahlen sowie Dein persönliches Verhalten in bestimmten Situationen geprüft. Mit den Ergebnissen möchte sich der Arbeitgeber vor allem einen Eindruck verschaffen, ob Deine Kompetenzen und Eigenschaften den Anforderungen der Stelle gewachsen sind. Aus den Bewerbungsunterlagen lässt sich nämlich schwer das tatsächliche Wissen des Bewerbers ausmachen.

    Gerate nicht in Unruhe, wenn Du bemerkst, dass Dir die Zeit zur Beantwortung der Fragen nicht ausreicht. Mit Absicht sind oft die Tests so konstruiert, dass Die Aufgaben nicht zu schaffen sind. Mit diesem Trick können Personaler sehen, welcher Bewerber wie viele Aufgaben im Vergleich zur Konkurrenz (richtig) beantwortet hat.

    Einstellungstests sind häufig Bestandteil von Assessment Centern

    © Robert Kneschke - Fotolia.com

    Wichtig! 

    • Übe die typischen Einstellungstestfragen schon im Vorhinein, sodass Dir das Prinzip und die Aufgabenstellung der Aufgabe bereits bekannt sind.
    • Informiere Dich über die aktuellen Geschehnisse in der Welt über Zeitung, Internet und TV; das fördert Deine Allgemeinbildung.
    • Gehe ausgeschlafen zum Test.
    • Nehme Dir Schreibutensilien, eine Uhr und etwas zu Trinken mit.
    • Während des Tests gilt: Volle Konzentration und Tempo!
    • Beiße Dich nicht an einer Aufgabe fest, sondern mache einfach mit der nächsten weiter.
    • Bei besonders großer Aufregung, atme tief durch, schüttle die Arme aus und rede Dir im Stillen gut zu.

    Im Einstellungstest prüfen Unternehmen oft zwei verschiedene Bereiche ihrer Bewerber mit Hilfe von drei unterschiedlichen Methoden: Leistungstest, Persönlichkeitstest und Allgemeinbildungstest

    Dabei orientieren sich Einstellungstests in ihrer inhaltlichen und konzeptionellen Zusammensetzung an den jeweiligen Jobprofil-Anforderungen. So werden in der Maschinenbaubranche andere Erwartungen an mathematisch-technische Fähigkeiten gestellt als beispielsweise im Gesundheitswesen.

    Tipps zur Vorbereitung

    Vorab solltest Du Dich sehr intensiv mit dem jeweiligen Arbeitgeber bzw. Ausbildungsbetrieb beschäftigen, also dessen Spezialisierung, mögliche Aufgabengebiete sowie auch generelle Branchenstandards kennen. Im Internet findet man häufig in speziellen Diskussionsforen ehemalige Teilnehmer von Auswahlverfahren, die zu ihren Erfahrungen und Tipps befragt werden können. Neben dem Studium entsprechender Ratgeberliteratur ist ein möglichst breitgefächertes Allgemeinwissen unerlässlich. Und hierzu reicht zum Training schon der tägliche Blick in eine seriöse, überregionale Tageszeitung.

    » Teste Dein Allgemeinwissen

    Leistungstest

    Der Leistungstest

    Wenn Leistungstests im Assessment-Center angekündigt werden, treibt dies den Bewerbern nicht selten den Schweiß auf die Stirn. Hier geht es um die konkrete Anwendung Deiner geistigen Fähigkeiten innerhalb einer begrenzten Zeit.

    Im Test werden Deine Fähigkeiten in den Bereichen

    • logisches und mathematisches Denken,
    • Abstraktionsvermögen,
    • Allgemeinwissen,
    • technisches Grundverständnis,
    • räumliches Vorstellungsvermögen
    • und Merkfähigkeit

    geprüft. Erfasst werden außerdem Dein Sprachverständnis, Deine sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Fremdsprachenkenntnisse.

    Punkten kannst Du mit Schnelligkeit, Konzentrationsvermögen und problemlösungsorientierter Flexibilität.

    In Einstellungstests prüfen Unternehmen ihre Bewerber

    © Brian Jackson - Fotolia.com

    Aufgabentypen

    Untersucht wird beispielsweise Deine sprachliche Kompetenz durch Satzergänzungen und Dein mathematisches Denken durch die Lösung von Rechenaufgaben und der Bildung von Zahlenreihen.

    Dein räumliches Vorstellungsvermögen wird zusätzlich z.B. mit Hilfe von Würfelaufgaben, bei denen Du vor Deinem Inneren Auge Würfel drehen und zusammenklappen musst, unter die Lupe genommen.

    Schlussfolgerndes Denken kontrollieren Unternehmen gerne mit Textaufgaben und Logikaufgaben. Es erwarten Dich zudem z.B. Aufgaben mit Figuren oder Grafiken, die nach bestimmten Merkmalen sortiert werden müssen oder ähnlich aussehende Buchstabenfolgen und Zeichnungen, bei denen Du die unpassende herausfinden musst. Diese Testaufgaben sprechen das logische Denken an.

    Persönlichkeitstest

    Einblicke in die Persönlichkeit

    Persönlichkeitstests versuchen mit psychologischen Methoden die Persönlichkeitseigenschaften und das emotionale Verhalten des Bewerbers näher zu durchleuchten.

    Der Begriff "Test" ist allerdings etwas irreführend, denn schließlich geht es darum, dass Du einen Einblick in Deine Persönlichkeit gibst und zeigst, dass Du z.B. in stressigen Situationen den Überblick behältst und Dein Unternehmen angemessen vertrittst.

    Dabei gibt es verschiedene Testversionen. Meistens bestehen sie aus systematisch aufgebauten Fragebögen, bei denen vorgefertigte Antworten angekreuzt oder bestimmte Skalenangaben ausgewählt werden müssen. Außerdem gibt es auch Tests, die freie Formulierungen zulassen, um eine subjektive Interpretation des Bewerbers zu ermöglichen.

    Keine Wissensfragen

    Hier erwarten Dich keine Wissensfragen. Du musst Dich stattdessen in unterschiedliche Alltagssituationen versetzen und Deine Reaktion beschreiben. Getestet wird z.B. wie Du unvorhergesehene Geschehnisse in Deiner Ausbildung bewältigst und wie emotional Du auf Stress und Kritik reagierst.

    Tipp: Wähle nicht gleich die erstbeste Antwort, sondern überlege Dir was Dein zukünftiger Arbeitgeber von Dir erwarten würde.

    07/2017

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