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QUIZ
 

WAS ERWARTET MICH IM VORSTELLUNGSGESPRÄCH?

Der häufig gehörte Rat „Sei einfach Du selbst“ sollte nicht auf die leichte Schulter genommen und mit allzu lässigem und unprofessionellem Auftreten verwechselt werden. Welche Stolperfallen es sonst noch zu umgehen gilt und wie das Gespräch zum Erfolg wird, erfährst Du hier.

    Vorbereitung

    Gut vorbereitet ins Bewerbungsgespräch

    Nutze Deine einmalige Chance, Dich so positiv wie möglich zu präsentieren! Natürlich bist Du vor so einem Termin sehr aufgeregt und willst möglichst alles richtig machen. Dein Gegenüber weiß das und hat auch meist Verständnis dafür. Um Deine Nervosität in Grenzen zu halten, hilft eine gute Vorbereitung. Dafür solltest Du schon vorab zu Hause einige Punkte durchgehen:

    Gehe Deine Bewerbungsunterlagen noch einmal durch

    Du verschickst sicherlich mehr als eine Bewerbung und ab einer bestimmten Anzahl kannst Du die Stellenausschreibungen auch mal durcheinanderbringen. Damit das nicht passiert und Du weißt, welche Qualifikationen Du angegeben hast, ist es ratsam die Unterlagen nochmal zur Hand zu nehmen. Im Gespräch selbst solltest Du versuchen, Deine angegebenen Fähigkeiten an Beispielen festzumachen, z.B. „Ich konnte mein Organisationstalent bereits während meines Praktikums bei … unter Beweis stellen.“

    Überlege Dir außerdem vorab mögliche Fragen, die der Personaler zu Deinem Anschreiben und Lebenslauf stellen könnte und formuliere passende Antworten. Bei Lücken im Lebenslauf solltest Du Dir nachvollziehbare Gründe dafür überlegen, denn diese führen häufig zu genaueren Nachfragen.

    Gut vorbereitet ins Vorstellungsgespräch

    © Adam Gregor/Fotolia.com

    Informiere Dich

    Informiere Dich ausgiebig über das Unternehmen und überlege Dir vorab Fragen, die Du am Ende des Gesprächs zum Unternehmen stellen kannst, um Dein Interesse zu zeigen. Mögliche Fragen könnten aktuelle Projekte, zukünftige Mitarbeiter und Entwicklungsmöglichkeiten betreffen – aber nicht Deinen Urlaubsanspruch.

    Fragen, die Du im Vorstellungsgespräch stellen kannst:

    • Wie viele Auszubildende beschäftigt das Unternehmen?
    • Wie läuft die Ausbildung ab?
    • Welche Berufsschule besuchen die Azubis und wie oft?
    • Gibt es einen verantwortlichen Ausbilder?
    • Wie sehen die Arbeitszeiten aus?
    • Wie stehen die Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden?
    • Ist es möglich, die Kollegen oder andere Auszubildende vorab kennenzulernen?
    • Bis wann kann ich mit einer Entscheidung, ob ich genommen werde, rechnen?

    Bereite Dich auf diese Standardfragen unbedingt vor 

    Typische Fragen, die Dir im Vorstellungsgespräch gestellt werden könnten:

    Wie sind Sie auf unser Unternehmen gestoßen?

    Warum sind Sie der Richtige/die Richtige für diese Ausbildungsstelle?
    Stelle dabei Deine Fähigkeiten in den Vordergrund und identifiziere Dich mit den Zielen und Leitlinien des Unternehmens.

    Nennen Sie mir eine Ihrer Stärken und eine Ihrer Schwächen.
    Stelle Dir dafür am besten schon vorab einen Stärkenkatalog mit privaten sowie beruflichen Stärken – belegt an Beispielen – zusammen. Bei Deinen Schwächen solltest Du darauf achten, dass Du nicht eine Stärke einfach in eine Schwäche umwandelst, denn diesen Trick kennen Personaler. Also nenne möglichst eine kleine Schwäche und erwähne, dass Du daran arbeitest.

    Kleidung

    Welches Outfit passt zum Vorstellungsgespräch?

    Mit dem richtigem Outfit kannst Du im Vorstellungsgespräch durchaus punkten. Kleide Dich daher angemessen – so kann Dein Gegenüber Vertrauen in Dich und Deine Kompetenz entwickeln.

    Angemessene Kleidung beim Vorstellungsgespräch

    © lassedesignen - Fotolia.com

    Dir sollte bewusst sein, dass Du künftig das Unternehmen vertreten willst und nicht Deine eigene Persönlichkeit mit Hilfe von Piercings, Knutschflecken, roten Haaren, Minirock und Flip Flops in der Ausbildung ausleben willst.

    Mit einem dezentem Bewerbungsoutfit liegst Du richtig. Du solltest allerdings darauf achten, sich der Branche entsprechend zu kleiden.

    Dresscode für Mädchen

    Mädchen entscheiden sich am besten für einen knielangen Rock oder eine Hose kombiniert mit einer gebügelten Bluse. Auch eine gut sitzende Jeans (nicht verwaschen und ohne Löcher!) mit einem Top und Blazer passen gut. Beim Schmuck, Parfüm und Make-up gilt: weniger ist mehr.

    Dresscode für Jungs

    Jungs halten sich am besten an einen dunklen Anzug mit gebügeltem Hemd, Krawatte und dunklen Lederschuhen. Je nach Branche genügt auch eine ordentliche Jeans mit einem dunklen Jackett. Aber ein Dreitagebart sollte unbedingt vorab entfernt werden!

    Nicht zu vergessen: Du solltest Dich auch unbedingt wohlfühlen in der Kleidung, die Du trägst. Nichts sollte zwicken oder einengen, denn das wirkt sich auch auf Deine Körpersprache aus.

    Unabhängig davon, in welcher Branche Du Dich bewirbst - ein gepflegtes Äußeres sollte für alle selbstverständlich sein! Das ist nicht zuletzt auch ein Ausdruck von Höflichkeit. Das bedeutet, dass Du auf diese Sachen unbedingt verzichten solltest: 

    • Mundgeruch
    • dreckige Fingernägel
    • fettige Haare
    • Kaugummi im Mund
    • zigarettenrauchgetränkte Kleidung
    Auftreten

    Höflichkeit ist Trumpf

    Achte darauf, dass Du Deinen Gesprächspartner mit einem festen Händedruck und sehr freundlich begrüßt und Dich auch auf diese Art wieder verabschiedest. Zudem solltest Du Dich für die Einladung bedanken.

    Nach einer Aufforderung kannst Du Dich setzen und hinterlässt mit einer aufrechten Haltung, freundlicher Mimik und mit Blickkontakt einen interessierten Eindruck beim Personaler. Wenn Dir ein Getränk angeboten wird, nimm es ruhig an, denn Du weißt nie wie lang sich das Gespräch hinziehen könnte. Unterbreche Deinen Gesprächspartner möglichst nicht, aber frage unbedingt nach, wenn Dir etwas unklar ist. 

    Am Ende des Gesprächs solltest Du nachfragen, wann Du mit einer Entscheidung rechnen kannst.

    Wichtig!

    • Informiere Dich vorab über den Anfahrtsweg und die -dauer, damit Du pünktlich zum Gespräch erscheinst und nicht schon vorher in Hektik gerätst. 
    • Schalte Dein Handy unbedingt aus! So ersparst Du Dir einen peinlichen Moment.

    Die OLALA-Formel

    Ein unerwünschter Begleiter beim Bewerbungsgespräch ist die Nervosität, was dann natürlich leicht dazu führen kann, dass Du einige dieser höflichen Formeln vergisst. Irgendwie gehört sie jedoch dazu und sorgt mit ihrer Anwesenheit für zusätzliches Adrenalin. Damit die Nervosität nicht überhandnimmt, ist eine gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch das A und O! Einige Experten empfehlendie OLALA-Formel:

    • O - Ordentliche Erscheinung. Dein äußeres Erscheinungsbild sollte stimmig zu Deiner Person sein, schließlich musst Du Dich verkaufen.
    • L - Lächeln. Mit einem Lächeln entspannst Du die Atmosphäre.
    • A - Aufrechte Haltung. Mach Dich nicht klein! Du willst hier sein - das soll auch Deine Körpersprache vermitteln.
    • L - Lebendig. Erzähle von Dir!
    • A - Augenkontakt. Durch Augenkontakt kannst Du auf Reaktionen Deines Gesprächspartners eingehen.
    Ein fester Händedruck gehört zu jedem Gespräch dazu

    © Yuri_Arcurs - FOTOLIA

    Tipps für das Vorstellungsgespräch

    • Probe das Vorstellungsgespräch mit Deinen Eltern oder Freunden, damit Du mehr Sicherheit gewinnst und Du ein nützliches Feedback über Deine Ausstrahlung und Körpersprache erhalten kannst.
    • Komme entspannt und ausgeruht zum Termin – am besten ein paar Minuten früher als zu spät.
    • Achte auf saubere und ordentliche Kleidung, die zu Deinem gewählten Beruf passt. 
    • Begrüße Deinen Ansprechpartner herzlich mit einem festen, aber nicht zu kräftigen Händedruck.
    • Stell Dich auf ein bisschen Smalltalk zu Deiner Anreise ein.
    • Wenn Du nach Deinem Getränkewunsch gefragt wirst, kannst Du gern ein Wasser oder einen Kaffee verlangen, lieber nichts Außergewöhnliches.
    • Lächle bei Deinen Antworten – das vertreibt die Nervosität und schafft eine positive Gesprächsatmosphäre. 
    • Auch bei Absagen darfst Du nie die Hoffnung verlieren und verzweifeln, sondern solltest jedes Bewerbungsgespräch als Übung betrachten.
    07/2017

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