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Ausbildungsgehälter im Check

Du hast Deinen Schulabschluss in der Tasche und willst direkt in die Berufswelt einsteigen? Dann ist eine Ausbildung die richtige Wahl. Du kannst dabei theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen verbinden und wirst dafür mit Deinem vielleicht ersten Gehalt entlohnt. Wie viel Du in welchen Bereichen verdienen kannst, zeigen wir Dir in unserem Gehaltscheck.

Endlich praktisch arbeiten und eigenständig sein - davon träumen viele nachdem Schulabschluss. Die offiziellen Zahlen gehen für das Jahr 2016 von etwa 1,3 Millionen jungen Menschen aus, die sich für eine Ausbildung entschieden haben - die meisten davon im Bereich Industrie und Handel, gefolgt von Handwerk und Öffentlicher Dienst.

Neben dem Ausbildungsbereich spielt natürlich auch das Geld eine wichtige Rolle, wenn Du auf eigenen Beinen stehen und vielleicht ein Auto oder Deine Wohnung selber bezahlen möchtest. Sogenannte tarifliche Ausbildungsvergütungen stellen sicher, dass Du diese Ziele erreichen kannst. Aber wie viel bekommst Du konkret während Deiner Ausbildung im Handel, in der Automobilindustrie oder im Öffentlichen Dienst?

Unterschiede im Gehalt

Das hängt neben den verschiedenen Bereichen auch mit Deinem speziellen Ausbildungsberuf zusammen. Deutschlandweit verdienten Azubis 2017 durchschnittlich 876 Euro pro Monat brutto. Das kann aber je nach Branche und Wohnort mehr oder weniger sein, denn in westdeutschen Bundesländern verdienst Du aktuell mehr als in Brandenburg oder Sachsen.

Von Autos und Maschinen

Wenn Du zum Beispiel den Geruch von Benzin und alten Reifen liebst und schon immer an Oldtimern herumschrauben oder Neuwagen wintertauglich machen wolltest: Werde doch Kraftfahrzeugmechatroniker/in. Als Teilbereich der Automobilindustrie liegt Dein monatliches Bruttogehalt hier zwischen 669 Euro in Ost- und 785 Euro in Westdeutschland.

Warst Du in der Schule besonders fit in Mathe, Physik oder Informatik,bietet sich die Ausbildung als Industriemechaniker/in an. Hier kannst Du Maschinenteile und Geräte herstellen oder Anlagen zusammenbauen - und dabei noch ein gutes Gehalt einstreichen: Zwischen 1.003 Euro in Ost- und 1.042 Euro in Westdeutschland liegt hier Dein Bruttogehalt. 

Ausbildungsgehalt in der Automobilbranche

© joyfotoliakid - Fotolia.com

Organisation ist alles

Der Öffentliche Dienst ist der größte Arbeitgeber Deutschlands und bietet viele unterschiedliche Berufe und Berufsausbildungen an: Als Verwaltungsfachangestellte/r lernst Du, wie Du in städtischen Ämtern oder in Landes- und Bundesverwaltungen Menschen in bürokratischen Fragen helfen kannst. Du stellst Urkunden aus und löst mit den Betroffenen Probleme bei Antragsstellungen oder Rechtslagen. Eine gute Bezahlung kommt noch hinzu: 961 Euro brutto verdienst Du bundesweit.

Auch als Kaufmann/-frau für Büromanagement kannst Du im Öffentlichen Dienst tätig sein. Während Deiner Ausbildung lernst Du, wie Du auch mit einer Hand am Telefon Anfragen bearbeitest, während Du mit der anderen Hand Aufträge änderst. Cool bleiben – und zwischen 720 Euro und 767 Euro verdienen.

Ausbildungsgehälter im Check

© Picture-Factory - Fotolia.com

Zwischen Herd und Obsttheke

Du kleidest Dich gerne nach den neuesten Modetrends oder wolltest schon immer den Unterschied zwischen Grapefruit und Pampelmuse erklären? Die Tür zur nächsten Boutique oder zum Feinkostladen steht Dir mit der Ausbildung zum/zur Einzelhandelskaufmann/-frau offen. Der laut Zahlen des Statistischen Bundesamts beliebteste Ausbildungsberuf wird ebenfalls gut bezahlt: Zwischen 788 Euro und 869 Euro Brutto bekommst Du für Deine Arbeit während der Ausbildung.

Auch mit Konsumgütern umgehen können, musst Du als Koch/Köchin. In Restaurants zeigst Du, dass Du auch in stressigen Situationen ein Rinderfilet medium garen oder einen Kartoffelsalat anrichten kannst. Das wird mit einem Gehalt zwischen 669 Euro und 784 Euro belohnt.

Fühlst Du Dich eher im Handelswesen zuhause, gibt es neben der klassischen Ausbildung zum/zur Einzelhandelskaufmann/-frau auch spezialisiertere Berufsausbildungen, beispielsweise als Florist/in – solange Du zum Beispiel weißt, dass Bonsai eine fernöstliche Form der Gartenkunst ist und keine asiatische Selbstverteidigung. Als Florist/in kannst Du Dein Konto während Deiner Ausbildung monatlich zwischen 587 Euro und 622 Euro anwachsen lassen.

In Technik und Kommunikation begabt

Du stehst auf Organisation, Kundenkontakt und konntest die Kuckucksuhr Deiner Oma auf dem letzten Flohmarkt zu Geld machen? Sehr gut. Die Voraussetzungen zur Ausbildung als Industriekaufmann/-frau stimmen schon einmal. Natürlich lernst Du während Deiner Tätigkeit je nach Unternehmen und Branche die Eigenheiten kennen: Vertrieb, Produktion und Materialwirtschaft gehören in der Regel zu Deinen Aufgabenbereichen. Besonders im Transport und der Logistik sind hier Deine Fähigkeiten gefragt – heutzutage natürlich auch international. Fremdsprachenkenntnisse schaden also nicht. Deine Firma belohnt Dich dann mit einem Gehalt von 942 Euro bis 1008 Euro pro Monat

Mit Hand und Köpfchen

Wer in erster Linie mit seinen Händen arbeiten möchte, sucht sich einen Ausbildungsberuf im Bereich Handwerk. Die Einstiegsgehälter unterscheiden sich hier stark: Bekommst Du als Maurer/in zwischen 915 Euro und 1.110 Euro Gehalt, sind es als Bäcker/in nur noch 637 Euro. Willst Du in Brand- und Klimaschutzfragen beraten und auf Dächer klettern: Werde Schornsteinfeger/in. Dein Ausbildungsgehalt ist zwar mit 518 Euro nicht so hoch, aber als Glücksbringer bekommst Du immer ein Lächeln geschenkt.

Ausbildungsgehälter im Überblick

AusbildungsberufAusbildungsgehalt (Brutto)
Kraftfahrzeugmechatroniker/inzwischen 669 Euro und 1.042 Euro
Industriemechaniker/inzwischen 1.003 Euro und 1.042 euro
Verwaltungsfachangestellte/r961 Euro
Kauffrau/mann für Büromanagementzwischen 720 Euro und 767 Euro
Ausbildung zum/zur Einzelhandelskaufmann/frauzwischen 788 Euro und 869 Euro
Koch/Köchinzwischen 669 Euro und 784 Euro
Florist/inzwischen 587 Euro und 622 Euro
Ausbildung als Industriekaufmann/frauzwischen 942 Euro und 1.008 Euro
Mauerer/inzwischen 915 Euro und 1.100 Euro
Bäcker/in637 Euro - 

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Stand: Januar 2018

 

Deine Aussichten und Förderungen

Deine beruflichen Perspektiven sind je nach Ausbildungsberuf sehr unterschiedlich.Grundsätzlich aber gilt: Überzeugst Du während Deiner Ausbildung und im Anschluss als fest Angestellter, hast Du immer die Möglichkeit, weiter aufzusteigen- und auch mehr zu verdienen. Im Öffentlichen Dienst ist das beispielsweise oft nach Berufsjahren geregelt. Als Koch, Maurer oder Bäcker kannst Du Dich selbstständig machen und so Deine Zukunft eigenständig gestalten.

Sollte Dein Azubi-Gehalt nicht ausreichen, um Dir den Wunsch einer eigenen Wohnung oder eines Autos zu ermöglichen, gibt es Alternativen: Neben der finanziellen Unterstützung Deiner Eltern kannst Du die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe beantragen. Dadurch bekommst Du als Höchstsatz 635 Euro pro Monat. Auch ein spezielles BAföG mit dem Maximalbetrag von 590 Euro oder Wohn- und Kindergeld stehen Dir zur Verfügung. Für die Beantragung der Berufsausbildungshilfe kannst Du einfach bei der Bundesagentur für Arbeit nachfragen; für das BAföG beim Amt für Ausbildungsförderung.

02/2018

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