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QUIZ
 

DEN RICHTIGEN WEG FINDEN

Doch wohin soll die berufliche Reise gehen? Was ist der richtige Beruf für mich? Tausend Wege stehen zur Auswahl, was die Entscheidung nicht unbedingt einfacher macht. Ja, beim Start ins Berufsleben kann es tatsächlich sehr schwer sein, den Wegweiser für die eigene Karriere zu finden. Und doch gibt es Orientierungspunkte. Mit bestimmten Fragen kann man dem individuell richtigen Weg auf die Schliche kommen. Mit dem folgenden Text möchten wir Dir die wichtigsten Erfolgskriterien vorstellen. 

    Wer bin ich?

    MIT EINER GUTEN SELBSTKENNTNIS ZUM WUNSCHBERUF

    Am Anfang steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit. Welche allgemeinen Wertvorstellungen und Ziele habe ich? Was sind meine Stärken und Schwächen? Welche Lieblings- und/oder Schwerpunktfächer habe ich? Was für berufspraktische Erfahrungen, z. B. Nebenjobs oder Praktika, kann ich vorweisen? Welche Aufgaben und Projekte wurden in der Vergangenheit vielleicht besonders gut absolviert? Wie und wo kann ich meine Potenziale am besten nutzen?

    Eine gute Selbstkenntnis ist auch wichtig für das eigene Selbstbewusstsein und hilft im späteren Bewerbungsverfahren, sich überzeugend zu präsentieren. Neben diesen genannten Fragen ist auch die Beschäftigung mit den so genannten Soft Skills, also z. B. Kommunikations- und Teamfähigkeit, wichtig. Wie agiere ich im Umgang mit anderen Menschen? Bin ich bereit mich anderen unterzuordnen oder will ich stets, dass alles nach meinem Willen abläuft? Bin ich eher jemand, der generell mit unterschiedlichsten Leuten gut klar kommt oder passen zu mir lieber Einzelaufgaben?  

    Die betriebliche Ausbildung sorgt für eine frühe finanzielle Unabhängigkeit und ist für Schüler mit praktisch-organisatorischem Interesse geeignet. Eine betriebliche Ausbildung kann aber auch als Grundlage und Vorbereitung für ein späteres Hochschulstudium hilfreich sein.

    Der richtige Weg zum Wunschberuf

    © ra2 studio - Fotolia.com

    Fragen zur Arbeitswelt

    Zudem sollte man sich Fragen zum bevorstehenden Eintritt in die Arbeitswelt stellen. Wichtig zu klären wäre, ob man vordergründig mit Daten, Zahlen und Fakten arbeiten möchte oder mehr mit technischen Geräten, mit Ideen und Konzepten zu tun haben will. Oder wünscht man eher den direkten Umgang und Kontakt mit Menschen?

    Auch wichtig: In welcher Branche möchte man arbeiten? Im Handel, in der Industrie, bei Banken oder Versicherungen? Oder doch lieber für den Staat oder im kirchlichen Umfeld? Vielleicht fühlt man sich aber auch in der Dienstleistungs-, Medien- oder Herstellungsbranche eher zu Hause?

    Wichtig bei der Berufsorientierung

    • Kenne Dein eigenes Profil möglichst gut.
    • Deiner individuellen Stärken und Schwächen solltest Du Dir bewusst sein.
    • Definiere Deinen gewünschten Aufgabenbereich – welche Herausforderungen erscheinen Dir reizvoll?
    • Beschäftige Dich mit Deinen Soft Skills.
    • Überlege Dir welches Arbeitsumfeld und welche Branche zu Dir passen. 
    Was suche ich?

    DEM WUNSCHBERUF EIN STÜCKCHEN NÄHER

    Es gilt nun alle genannten Fragen individuell zu beantworten, um schriftlich dem eigenen Profil sowie auch dem jeweiligen Wunschberuf näher zu kommen. Denn nur auf diese Weise lässt sich der richtige berufliche Weg für Dich finden. Hierzu sollten auch Freunde, Familienmitglieder sowie professionelle Berufsberater hinzugezogen werden, um mit Hilfe der vielen Informationen eine Liste an potentiellen Berufen zu erarbeiten.

    Mit einer Endauswahl von vielleicht fünf bis maximal zehn besonders passenden Berufen sollte man sich dann intensiver beschäftigen. Es gilt die konkreten beruflichen Anforderungen in Erfahrung zu bringen, die alltäglichen Arbeitsaufgaben und sonstigen Bedingungen, z. B. Arbeitszeiten und körperliche Voraussetzungen, kennen zu lernen und möglichst auch mit Leuten zu reden, die diesen Beruf bereits seit vielen Jahren ausüben. 

    Unsere Tipps

    • Besuche "Tage der offenen Tür" und Recruitingveranstaltungen von Unternehmen und informiere Dich auf Messen über Deinen Wunscharbeitgeber und die Ausbildungsmöglichkeiten dort.
    • Nutze Deine Ferien bereits für Praktika, um Unternehmen und Ausbildungsbereiche näher kennen zu lernen.
    • Beachte den Arbeitsmarkt und die aktuellen Prognosen bei Deiner Ausbildungswahl, aber lass Dich nicht davon gegen Deine Neigungen beeinflussen. Denn die Prognosen von heute können Dir nie genau Deine späteren Berufschancen vorhersagen.

    Praktika zur Orientierung

    Gerade in der Medienwelt wird manchmal ein sehr falsches Bild von bestimmten Berufen gezeigt. Der tagtägliche Arbeitsalltag von z. B. Polizisten, Rechtsanwälten oder auch Köchen kann sehr viel grauer, stressiger und weniger attraktiv sein, als es in TV-Serien oder Kinofilmen dargestellt wird. Selbst wenn man sich hiervon nicht leiten lässt, so können einfach auch unrealistische eigene Vermutungen ein falsches Bild von Berufen erzeugen. Nicht nur aus diesen Gründen, sondern generell gilt es möglichst frühzeitig durch Praktika, Hospitationen oder Nebenjobs eigene praktische Erfahrungen zu sammeln und hinter den Vorhang zu schauen, also konkret zu erfahren, wie der Arbeitsalltag in einem bestimmten Beruf aussieht und ob dieser wirklich zu einem selbst passt.

    Tipp: Auch wenn es sich nur um eine Bewerbung für ein Praktikum handelt, so sollten selbst diese Unterlagen möglichst sorgfältig und zielgerichtet erstellt werden. Für die Ausarbeitung einer professionellen, individuellen Bewerbungs-Strategie kann deshalb eine Bewerbungsberatung durchaus empfehlenswert sein.

    Orientierungsfahrplan

    DEIN FAHRPLAN ZUR AUSBILDUNG

    WannWas
    Vorletztes SchuljahrMach' Dich schlau!
    • Betriebspraktikum
      Suche Dir ein Praktikum, um Deine beruflichen Interessen herauszufinden. So erfährst Du, wie sich der Berufsalltag Deines Wunschberufes gestaltet.
    • Austausch
      Sprich mit Deinen Eltern, Freunden und Bekannten über Deine Fähigkeiten und Interessen. Durch Feedback und Tipps ergründest Du vielleicht leichter, welche beruflichen Ziele Du Dir stecken möchtest.
    • Recherche
      Hier findest Du einige Internetadressen, die Dir bei Fragen rund um die Themen Ausbildungsplatzsuche, Bewerbung oder Finanzierung helfen:
    Letztes SchuljahrBewirb dich!
    • Informiere Dich über potenzielle Arbeitgeber. Vielleicht findest Du unter den von Schülern gewählten Top-Arbeitgebern einen, der Deinen Vorstellungen entspricht. Auf den Unternehmensprofilen oder Karrierewebseiten informieren sie Dich über ihre Ausbildungs- und Studienangebote:

    www.schuelerbarometer.de/arbeitgeber/a-z-index

     

    • Nutze Veranstaltungen an Deiner Schule zur Berufsorientierung und nimm das Thema ernst. Im BIZ der Agentur für Arbeit in Deiner Nähe kannst Du Dich über die Themen Bildung, Beruf und Arbeitsmarkt jederzeit und kostenlos informieren. Zudem wird Dir bei der Erstellung Deiner Bewerbungsunterlagen geholfen.
    • Besuche Ausbildungsmessen, auf denen sich Ausbildungsbetriebe präsentieren. Suche persönliche Gespräche mit den Ausstellern. Vielleicht triffst Du auch Auszubildende vor Ort, die Dir von ihren Erfahrungen berichten können. Oft werden auch dort Bewerbungsmappen-Checks von Profis angeboten.

    ⇒ Hier findest Du unseren Terminkalender mit allen wichtigen Ausbildungsmessen in Deiner Nähe.

     

    Wichtig: Tritt höflich, interessiert und gut gekleidet Deinem womöglich zukünftigen Arbeitgeber entgegen. Der erste Eindruck zählt!

     

    • TIPP:
      Bedenke, dass sich Deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen, wenn Du Deine Bewerbungen zeitnah losschickst. Beim Bewerbungsschreiben kann Dir Dein Lehrer sicher eine Hilfestellung geben.
     

    Bewerbungsstart: ab September

    • In diesem Zeitraum stellen sich die Weichen für Deine Zukunft. Plane rund ein Jahr für Deine Ausbildungsplatzsuche ein. Sowohl große Unternehmen, der öffentliche Dienst als auch Banken und Versicherungen besetzen ihre Ausbildungsplätze gut ein Jahr im Voraus.

      Ausnahme: Aufgrund fehlender Azubis werden im Handwerk oder im Baugewerbe die Stellen auch kurzfristiger besetzt.
    07/2017

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