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QUIZ
 

WIE BEKOMMST DU DEINEN STUDIENPLATZ?

Lokales Auswahlverfahren, bundesweite Zulassung oder freier Zugang ohne Zulassungsbeschränkung - je nach Studiengang musst Du vor Studienbeginn unterschiedliche Hürden überwinden. Wir verraten Dir, was auf Dich zukommt.

Zulassungsfreie Studiengänge

Entscheidest Du Dich für einen zulassungsfreien Studiengang, ist das Verfahren am einfachsten: Alles, was Du tun musst, ist, Dich für einen Studienplatz einzuschreiben. Meist reicht es aus, Deine Unterlagen per Post oder via Online-Einschreibung abzuschicken. Teilweise musst Du Dich jedoch auch persönlich bei Deiner Hochschule vorstellen und einschreiben.

Zulassung zum Studium

© bluedesign - Fotolia.com

Örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge

Der Anteil der zulassungsbeschränkten grundständigen Studiengänge (auch als NC-Studiengänge bezeichnet) ist in den letzten Jahren bundesweit zurückgegangen, aktuell sind 46,1 % der grundständigen Studiengänge zulassungsbeschränkt. Das Verhältnis von zulassungsbeschränkten und zulassungsfreien Studiengängen ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich: Besonders hoch ist der Anteil zulassungsbeschränkter grundständiger Studiengänge in Hamburg (80,8 %), in Baden-Württemberg (62,8 %) und im Saarland (61,8 %). 64,6 % der Masterstudiengänge sind zulassungsfrei.

NUMERUS CLAUSUS (NC) - WAS IST DAS?

Der NC gibt an, bis zu welcher Note Bewerber aus dem letzten Semester zugelassen wurden. Er ändert sich von Semester zu Semester.

Bewerber um einen örtlich zulassungsbeschränkten Studienplatz müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Am entscheidendsten ist die Abiturnote (von Hochschule zu Hochschule). Neben der Durchschnittsnote gibt es aber noch weitere Kriterien:

  • Wartesemester: Jene Bewerber, die zwar den geforderten Numerus Clausus aufgrund ihrer Abiturnote nicht vorbringen können, jedoch über Wartesemester verfügen, haben durchaus Chancen auf einen Studienplatz. Denn mit jedem halben Jahr, das seit Deinem Abitur vergangen ist, sammelst Du ein Wartesemester. Bei 16 Wartesemestern ist in der Regel Schluss. Nicht gezählt wird das Halbjahr, in dem Du Abi gemacht hast. Wer schon studiert, sammelt keine Wartesemester, auch nicht für ein völlig anderes Fach. Einzige Ausnahme: Studienzeiten an ausländischen Hochschulen werden nicht gezählt.
  • Motivationsschreiben: Manche Hochschulen verlangen ein Schreiben, in dem Du Deine Fähigkeiten aufführst, die Dich besonders für Dein Wunschstudium qualifizieren. Durch Erwähnen eines bereits absolvierten Praktikums im angestrebten Bereich signalisierst Du auf jeden Fall Interesse an Deinem Studienfach.
  • Eignungstest: Je nach Hochschule variiert der Eignungstest. Erkundige Dich einfach bei der zuständigen Studienberatung. Insbesondere in sportwissenschaftlichen oder künstlerischen Studiengängen kann es sein, dass es eine Eignungsprüfung gibt. Dabei musst Du in speziellen, fachbezogenen Prüfungen Deine Eignung für das angestrebte Studium nachweisen. 
  • Auswahlgespräch: Hier musst Du Deinen Gegenüber davon überzeugen, warum ausgerechnet Du die optimale Kandidatin bzw. der optimale Kandidat für den Studiengang bist. Auch hier kannst Du mit Praktika und Nebenjobs punkten.
  • Bonus durch besondere Leistungen: Nicht selten wird auch in Betracht gezogen, ob ein Bewerber/eine Bewerberin bereits besondere Leistungen vorzuweisen hat, beispielsweise in Form einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder besonders guten schulischen Leistungen in einzelnen Fächern.  

Bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge

Neben Human- und Tiermedizin zählen auch Zahnmedizin und Pharmazie zu den vier bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen. Für diese Studiengänge existieren drei Auswahlquoten:

  • 20 Prozent der Plätze werden an die Abiturbesten vergeben
  • weitere 20 Prozent nach angesammelter Wartezeit
  • 60 Prozent direkt von den Hochschulen, mit Hilfe eigener Auswahlverfahren

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich über das Internetportal hochschulstart.de. Dort kannst Du eine Wunschliste von bis zu sechs Studienorten angeben. Ein wenig Taktik ist trotzdem gefragt: Manche Unis berücksichtigen nur Bewerber, auf deren Liste sie ganz oder zumindest weit oben stehen.

ACHTE AUF DIE FRISTEN!

Es ist wichtig, dass Du die angegebenen Fristen strikt einhältst und Deine Unterlagen vollständig einreichst. Achte darauf, ob Du am Ende den online ausgefüllten Antrag ausdrucken, unterschreiben und entweder elektronisch oder gar per Post an die Uni schicken musst. Am besten machst Du Dir eine Checkliste.

Die Fristen können sich von Uni zu Uni und von Fach zu Fach unterscheiden. Einige Studiengänge fangen ausschließlich zum Wintersemester im Oktober an, andere auch zum Sommersemester im April. Häufige Bewerbungsfristen sind der 15. Januar für das Sommersemester und der 15. Juli für das Wintersemester.

07/2017

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