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QUIZ
 

WOHER BEKOMMST DU FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG?

Auch das Studentenleben muss finanziert werden. Doch woher das benötigte Geld nehmen? Es gibt viele Wege, wie man als Studierender finanziell unterstützt werden kann. Wir stellen Dir einige Möglichkeiten vor:

    BAföG

    BAföG – Elternabhängige Förderung

    Grundsätzlich hat jeder Hochschüler Anspruch auf BAföG. Um BAföG zu erhalten, musst Du natürlich in erster Linie eingeschriebener Student sein. Weiterhin ist zu beachten, dass man das BAföG nur bis zu einem Alter von 30 Jahren (Alter zu Beginn Deines Studiums) und nur bis zum letzten Semester der angesetzten Regelstudienzeit bekommt.

    Die Rückzahlung startet fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer und beläuft sich auf die Hälfte des ausgezahlten BAföG. Sie erfolgt ohne Aufschlag von Zinsen, weshalb Du schon direkt nach der letzten Zahlung weißt, welche Kosten auf Dich zukommen.

    Studienfinanzierung

    © contrastwerkstatt - Fotolia.com

    Der Antrag muss von Dir und Deinen Eltern ausgefüllt werden. Die Formulare erhältst Du entweder online auf den Seiten Deines Studentenwerks oder direkt vor Ort beim Studentenwerk. Ob du letztendlich BAföG erhältst, hängt von Deiner und der finanziellen Lage Deiner Eltern ab. Im Internet kannst Du aber vorab schon mal ausrechnen, ob Du BAföG bekommen würdest.

    Alle weiteren Informationen rund um das Thema BAföG erhältst Du auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

    Wann habe ich Anspruch auf Wohngeld?

    Du hast Anspruch auf einen staatlichen Mietzuschuss, wenn:

    • Du keinen Anspruch auf BAföG hast und einen gültigen Mietvertrag bzw. Untermietvertrag in einer WG besitzt,
    • Du BAföG ausschließlich in Form eines Bankdarlehens bekommst (seit 1. Januar 2009),
    • Du die Altersgrenze für die Ausbildungsförderung überschritten hast,
    • der Zeitraum der BAföG-Förderung abgelaufen ist.

    Wenn Du Anspruch auf Wohngeld hast, musst Du einen Antrag stellen und bekommst für 12 Monate Wohngeld ausgezahlt. Nach Ablauf des Zeitraumes bedarf es einer erneuten Überprüfung, ob weiterhin Unterstützung erforderlich ist. Weitere Informationen erhältst Du hier und natürlich bei Deiner zuständigen Behörde (Sozialamt oder Wohngeldstelle).

    Studentenjob

    Geld verdienen als Student in Deutschland

    Viele junge Menschen in Deutschland kennen das Problem: Als Student ist das Geld nicht selten knapp. Das bezogene BAföG beziehungsweise die finanzielle Unterstützung der Eltern reicht häufig nicht aus, um alle anfallenden Kosten zu decken und sich darüber hinaus noch Dinge wie Feiern, Reisen oder ein Hobby leisten zu können. Die einzige Möglichkeit, sich als Student finanziell über Wasser zu halten, ist in den meisten Fällen ein Nebenjob, der während des Studiums als Geldeinnahmequelle dient.

    Passenden Nebenjob finden

    © Ralf Geithe - Fotolia.com

    Welche Nebenjobs eignen sich für Studenten besonders gut?

    Prinzipiell ist es für die meisten Studenten natürlich wünschenswert, dass der Minijob etwas mit dem Studienfach zu tun hat. Die klassische Möglichkeit ist es dabei, Nachhilfe zu geben. Hier können sich Studenten auf ihr Studienfach und eventuell Nebenfächer konzentrieren - das eigene Wissen wird aufgefrischt, während sie noch etwas Geld verdienen. Der Verdienst ist dabei ebenfalls akzeptabel und liegt meistens bei etwa 15 Euro pro Unterrichtsstunde, der Preis kann jedoch meistens individuell festgelegt werden.

    Weiterhin gibt es die Möglichkeit, bei Messen mitzuwirken: Hier werden Studenten gesucht, die im Service, an der Bar oder als Aufsteller der Messestände behilflich sind. Liegt die Thematik der Messe im Bereich des eigenen Studiengangs, können sich hier nützliche Kontakte ergeben, die für den weiteren Lebenslauf von Nutzen sein können. In bekannten Messe-Städten wie Berlin, Frankfurt am Main, Düsseldorf oder Hamburg ist es natürlich am wahrscheinlichsten, einen lukrativen Job auf einer Messe zu ergattern - der Stundenlohn liegt bei diesen Nebenjobs meistens bei etwa 9 bis 12 Euro pro Stunde.

    Viele Studenten verdienen Geld in der Gastronomie

    © contrastwerkstatt - Fotolia.com

    Der klassische Nebenjob für Studenten ist natürlich die Arbeit als Kellner oder Kellnerin. Der fest gezahlte Stundenlohn ist in der Gastronomie bekanntlich niedrig, allerdings gibt es hier zusätzlich noch das Trinkgeld. Dieser Minijob ist natürlich weit von den Themengebieten des Studiums entfernt, allerdings gibt es Lokale und Restaurants, die studentische Aushilfen suchen, en masse. Zudem überschneiden sich die Arbeitszeiten hier nicht mit den Zeiten, in denen Vorlesungen stattfinden.

    Wer in der Branche, die mit dem eigenen Studienfach verknüpft ist, Fuß fassen möchte, sollte sich bemühen, eine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft in einem Lehrstuhl zu ergattern. Hier überzeugen zwar weder die Bezahlung noch die Arbeitszeiten, jedoch können hier wichtige Kontakte geknüpft werden, die in der späteren Laufbahn sehr nützlich sein können.

    Wie kann ein passender Nebenjob gefunden werden?

    Die Suche nach einem Minijob kann sich in vielen Fällen als schwierig erweisen, da Universitätsstädte natürlich voll mit Studenten sind, die nach einem solchen Minijob suchen. Aushänge am schwarzen Brett der Universität oder in Restaurants können hier helfen, meistens läuft die Suche nach einem Nebenjob jedoch online ab. Ein beliebtes Portal ist hier Jobbörse Direkt, denn hier gibt es für Studenten eine sehr große Auswahl an verschiedenen Minijobs in zahlreichen Branchen. So kann schnell und unkompliziert eine passende Stellenanzeige gefunden werden. Auf dieser Seite können Studenten sogar den eigenen Lebenslauf anlegen und diesen dann ohne weitere Umstände in die Bewerbung einfügen. So sparen sie wertvolle Zeit beim Abschicken einer Bewerbung.

    Studienkredit

    Studienkredit als Finanzierungsmöglichkeit

    Mit einem privaten Studium sind erhebliche Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro fürs ganze Studium verbunden. Studiengebühren an staatlichen Hochschulen, wie sie früher einmal üblich waren, fallen in Deutschland mittlerweile nur noch in Bayern im berufsbegleitenden Studium an, sowie in einigen Bundesländern für Langzeitstudierende bei Überschreitung der Regelstudienzeit meist ab 4 Semestern.

    Da nicht jeder Student Anspruch auf BAföG oder Wohngeld hat, fragt man sich früher oder später, welche Alternativen noch bleiben, um sein Studium vernünftig zu beenden? Die Antwort: Einen Studienkredit aufnehmen! Doch dieser Schritt will gut überlegt sein!

    Die Voraussetzungen, um einen Studienkredit zu bekommen und die Konditionen (Bsp.: Zeitraum der Rückzahlung) variieren je nach Anbieter. Informiere Dich umfassend über gängige Angebote und recherchiere gründlich über alle Vor- und Nachteile, die der Kredit mit sich bringt! Ebenso wie beim BAföG und Wohngeld muss hier ein Antrag gestellt werden. Jedoch läuft diese Anfrage meist unbürokratischer und schneller ab. Dieser Antrag wird geprüft, aber diesmal unabhängig vom Einkommen Deiner Eltern dann bewilligt oder abgelehnt. Einen Rechtsanspruch auf einen Kredit gibt es nicht. Wird der Antrag bewilligt, erhältst Du beispielsweise ein Angebot der KfW-Bankengruppe, die solche Kredite für Studierende anbietet. Wie viel der Studienkredit dann wirklich kosten wird und viele weitere Infos, z.B. zum effektiven Jahreszins, erhältst Du hier.

    Ein Studienkredit als Alternative zum BAföG

    © rcfotostock - Fotolia.com

    Bildungskredit – in der zweiten Studienphase 

    Der Bildungskredit ist neben dem KfW-Studienkredit ein weiterer staatlicher Förderkredit. Er ist u.a. für Studenten in höheren Semestern oder mit einem Aufbau- und Ergänzungsstudium gedacht. Der niedrig verzinste Kredit wird Dir unabhängig vom BAföG gewährt und kann Du bis zum Alter von 36 Jahren in Anspruch nehmen. 

    Der Bildungskredit wird über höchstens zwei Jahre in monatlichen Raten von 100, 200 oder 300 Euro ausgezahlt – umfasst also maximal 7.200 Euro. Zins- und Tilgungszahlungen starten vier Jahre nach der ersten ausgezahlten Rate in monatlichen Beträgen von 120 Euro. Die Beantragung erfolgt über das Bundesverwaltungsamt, die KfW nimmt die Kreditabwicklung vor. 

    Studienkredite von der Bank 

    Es gibt darüber hinaus einige Kreditinstitute, die mit eigenen Kreditangeboten für Studenten werben. Die Darlehen sind entweder vergleichbar gestaltet wie die staatlichen Förderkredite – das heißt ratenweise Auszahlung, Rückzahlung erst nach Abschluss des Studiums – oder es handelt sich um "normale" Ratenkredite mit Einmalauszahlung und ratenweiser Tilgung. Eine dingliche Absicherung ist untypisch, zum Teil werden aber auch die Eltern als Bürgen oder Mit-Kreditnehmer in Anspruch genommen. Die Finanzierungskonditionen sind marktüblich und liegen daher in der Regel deutlich über den Zinssätzen der öffentlichen Förderprogramme.

    Einen Kredit zu günstigen Konditionen zu erhalten, kannst Du aktiv beeinflussen, indem Du die Kriterien zum Kreditantrag befolgst wie z.B. das genaue Bedenken der Ratenhöhe und -laufzeit. Solche Angebote solltest Du allerdings erst dann in Betracht ziehen, wenn Du alle anderen Möglichkeiten der Förderung ausgeschöpft hast.

    Bildungsfonds als Alternative 

    Eine andere privatwirtschaftliche Form der Finanzierung stellen Bildungs- oder Studienfonds dar. Dabei handelt es sich um ein innovatives Investmentfonds-Konzept. Private Geldgeber oder institutionelle Anleger investieren im Rahmen eines Fonds über spezielle Darlehen in besonders vielversprechende Studenten. Diese erhalten dabei nicht nur eine Studienfinanzierung, sondern auch darüber hinaus reichende Förderung – zum Beispiel durch Coaching und Mentoren-Programme. Die Rückzahlung startet nach dem Abschluss über einen vorher feststehenden Zeitraum und ist – im Unterschied zu Bankdarlehen – einkommensabhängig. Die Finanzierung lässt sich daher gut kalkulieren und schützt bei längerer Arbeitslosigkeit nach dem Studium vor Überschuldung.

    08/2016

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