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QUIZ
 

STIPENDIEN FÜR EIN STUDIUM

Ein Studium fordert nicht nur Engagement, Eigeninitiative und Leistung, sondern ist auch mit zahlreichen Kosten verbunden. Neben Semester- und/ oder Studiengebühren, musst Du Geld für Deine Lehrmaterialien und Deine Bleibe aufbringen. Eine finanzielle Unterstützung in Form eines Stipendiums käme Dir da sicher gelegen. Du denkst, Deine Chancen stehen schlecht? Wenn Du Dich da mal nicht irrst...

    Deine Chance

    Das Stipendium - nicht nur etwas für "Klein-Einstein"

    Beim Gedanken an ein Stipendium denken viele, dass nur Hochbegabte, überaus Engagierte und Bedürftige als Stipendiaten in Frage kommen. Das ist so nicht ganz korrekt, denn die Auswahlkriterien sind sehr vielfältig. Grundsätzlich wird bei Bewerbern auf die erbrachten Schul- und/oder Studiennoten, das persönliche Talent und das soziale Engagement geachtet. Die Vergabe kann u. a. aber auch vom Studienfach, Beruf Deiner Eltern oder Deinem Geburtsort abhängig sein. 

    Insgesamt gibt es über 2.000 staatliche und private Stipendienanbieter, von denen ca. jede fünfte Stiftung keine passenden Stipendiaten findet und auf der Suche nach begabten und engagierten Persönlichkeiten ist. Zusätzlich haben sich mehr als 2/3 aller Studierenden noch nie um ein Stipendium beworben - das heißt: Deine Chancen sind gar nicht so schlecht, wie Du vielleicht denkst.

    Bewerberanforderungen

    © Kadmy - Fotolia.com

    Mehr als nur finanzielle Hilfe

    Die Höhe des Begabtenförderungsbetrags ist vergleichbar mit dem BAföG-Satz. Das Deutschlandstipendium zum Beispiel bietet Stipendiatinnen und Stipendiaten ein Fördergeld von monatlich 300 Euro (zusätzlich zu BAföG-Leistungen) für mindestens zwei Semester und höchstens bis zum Ende der Regelstudienzeit. Andere Stiftungen vergeben zusätzliches Büchergeld oder bezuschussen einzelne Aktivitäten, wie Sprachkurse oder Praktika im Ausland.

    Während Du beim BAföG und anderen Studienkrediten Beiträge zurückzahlen musst, genießt Du als Stipendiat eine für Dich kostenlose Förderung

    Ein Stipendium entlastet Dich in finanzieller Hinsicht und bietet Dir zum anderen noch viele Angebote von denen Du profitieren kannst. Zusätzlich sind unterschiedlichste Workshops, Seminare und Veranstaltungen, bei denen Du Dich mit anderen Stipendiaten austauschen kannst, Teil des Förderprogramms. Stipendiaten erhalten außerdem eine persönliche Betreuung durch einen Vertrauensdozenten, können über Alumni-Netzwerke Kontakte zu ehemaligen Stipendiaten knüpfen sowie Auslandspraktika absolvieren. 

    War Deine Bewerbung erfolgreich, musst Du in regelmäßigen Abständen einen Bericht über die Fortschritte Deines Studiums vorlegen. 

    Bewerbung

    Bewerbung für ein Stipendium

    Für ein Stipendium bewirbst Du Dich bei einer Stiftung, die Begabtenförderung betreibt. Einige der größten Begabtenförderungswerke erhalten ihre Mittel zur finanziellen Förderung ihrer Stipendiaten aus Mitteln des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Auf der interaktiven Plattform www.stipendienlotse.de des BMBF kannst Du nach einem geeigneten Stipendium anhand Deiner Wunschkriterien suchen. 

    Weiterhin gibt es die Möglichkeit, dass Du Dich bei Deiner Heimathochschule für das Deutschlandstipendium bewirbst, bei dem Du eine finanzielle Förderung von 300 Euro pro Monat erhalten kannst. Zudem vergeben außerhochschulische Einrichtungen wie die Helmholtz-Gemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und die Leibnizgesellschaft Stipendien, sowie auch Unternehmen, Gemeinden oder Privatpersonen. 

    Bewerbung um ein Stipendium

    © Denis Junker - Fotolia.com

    Nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen

    Du solltest Dich am besten bereits vor Deinem Schulabschluss auf die Suche nach einem passenden Stipendium begeben, denn so kannst Du gleich zum Studienbeginn auf eine finanzielle Unterstützung zurückgreifen.

    Informiere Dich auf der stiftungseigenen Internetseite und überlege Dir, ob Du Dich mit den Werten, Ansichten und Zielen der Stiftung identifizieren kannst, bevor Du Dich bei einer Stiftung bewirbst. Denn viele der Stiftungen sind politischer oder kirchlicher Natur, sodass in der Bewerbung beispielsweise nachzuweisen ist, dass man den Prinzipien der "Mutter-Partei" nahe steht. Stipendiendatenbanken wie mystipendium.de oder studienlotse.de helfen Dir bei der Suche. 

    Danach sollte eine Recherche nach den genauen Zulassungskriterien und Bewerbungsfristen folgen. Finde außerdem heraus, welche Bewerbungsunterlagen Deine ausgewählten Stiftungen fordern. Das An- und Motivationsschreiben sowie ein tabellarischer und ausführlicher Lebenslauf sind überwiegend die Kernelemente der schriftlichen Bewerbung.

    Im Motivationsschreiben musst Du unbedingt klarstellen, warum Du Dich für ein Stipendium bewirbst und die Gründe für die Wahl der Stiftung herausstellen. Im ausführlichen Lebenslauf sollten besonders Deine Motive für Dein Engagement deutlich werden. Um Dein gesellschaftliches und/oder politisches Engagement zu unterstreichen sind Belege dafür beizufügen. Außerdem müssen das Abiturzeugnis und - wenn vorhanden – weitere Zeugnisse in chronologischer Reihenfolge angefügt werden. Gutachten und Empfehlungsschreiben sind ein weiterer Pluspunkt.

    Wenn Du zu einem Auswahltag eingeladen bist, informiere Dich vorab ausgiebig über die Geschichte der Stiftung. Der Tag beginnt zumeist mit einem persönlichen Gespräch mit Deinem zuständigen Vertrauensdozenten und endet mit einem umfangreichen Assessment Center. Im Assessment Center können Dich die Bearbeitung von Fallstudien, Allgemeinbildungstests und Gruppendiskussionen erwarten. Oft müssen die eigenen Lösungsansätze auch vor der gesamten Bewerbergruppe präsentiert werden. Während des Auswahltages machen sich Beobachter Notizen zu Deiner Vorgehensweise, Deinem Verhalten in der Gruppe und zum gesamten Auftreten. Wenn Du vorher genügend zum Auswahlverfahren recherchierst, kannst Du gut vorbereitet in diesen Tag starten.

    Werde auch nicht ungeduldig, wenn sich Dein potenzieller Förderer mit der Benachrichtigung über Zu- oder Absage etwas Zeit lässt. Das oft umfangreiche Bewerberverfahren nimmt einige Zeit in Anspruch. Wichtig ist, dass Du Dich nicht von einer Absage entmutigen lässt. Gib die Suche nach der passenden Stiftung für Dich nicht direkt wieder auf. 

    Bewerbungstipps

    10 Tipps für Dein Stipendium

    Eine Bewerbung für ein Stipendium lohnt sich in jedem Fall. Wichtig ist, dass Du gut recherchierst und genau auf die Bedingungen für die Vergabe achtest. Plane genügen Vorlauf ein um bei dem umfangreichen Angebot eine auf Dich zugeschnittene Variante herauszufiltern. Bleibe bei Deiner Bewerbung Du selbst und versuche nicht in irgendeine Rolle zu schlüpfen. Bei einer politischen Stiftung solltest Du Dich nur bewerben, wenn Du auch politisches Interesse mitbringst. 

    Tipps für Dein Stipendium

    © Ideenkoch - Fotolia.com

    Hier die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung für ein Stipendium:

    1. Plane genügend Zeit für die Suche nach einem geeigneten Stipendium ein. Idealerweise solltest Du Dich ein Jahr im Voraus bewerben.

    2. Suche nur die Stipendiengeber heraus, mit denen Du Dich auch identifizieren kannst.

    3. Stipendiendatenbanken im Internet erleichtern Dir die Suche.

    4. Checke, ob Du die Anforderungen für eine Zulassung erfüllst und achte unbedingt auf die Bewerbungsfristen.

    5. Mache Dir frühzeitig Gedanken zu Deinen Bewerbungsunterlagen. Wenn Du Dich gesellschaftlich engagierst, sind neben An- und Motivationsschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen auch Nachweise für Dein Engagement oder Empfehlungsschreiben von Lehrern gern gesehen.

    6. Achte darauf, dass Du Deine Unterlagen fehlerfrei, vollständig und fristgerecht einreichst. Dabei hilft ein frischer Blick von Eltern, Bekannten oder Freunden auf Deine Unterlagen.

    7. Wenn Du zu einem Auswahltag eingeladen wirst, informiere Dich im Vorfeld ausgiebig über die Geschichte der Stiftung. Zudem kannst Du im Auswahlgespräch mit Wissen zu aktuellem Zeitgeschehen oder aufgefrischtem Allgemeinwissen punkten.

    8. Der Auswahltag umfasst in der Regel ein Gespräch und ein Assessment-Center, in dem Du Dich neben anderen Bewerbern beweisen musst. Dabei gilt: Bleib Du selbst und versuche mit den gestellten Aufgaben souverän umzugehen. Wenn Du vorher genügend zum Auswahlverfahren recherchierst, kannst Du gut vorbereitet in diesen Tag starten.

    9. Werde nicht ungeduldig, wenn sich Dein potentieller Förderer mit der Benachrichtigung über Zu- oder Absage etwas Zeit lässt. Das oft umfangreiche Bewerberverfahren nimmt einige Zeit in Anspruch.

    10. Lass Dich nicht entmutigen, wenn es nicht im ersten Anlauf geklappt hat. Eine andere Stiftung freut sich sicherlich über Deine Bewerbung.

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