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QUIZ
 

FIT FÜRS BACHELORSTUDIUM

    Studienablauf

    Was ist das Besondere am Bachelor?

    Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Abschluss für Akademiker. Er berechtigt zum Einstieg in das Berufsleben oder zur Aufnahme eines weiterführenden Masterstudiums. Ein Bachelorstudium wird an allen deutschen, europäischen und zahlreichen außereuropäischen Universitäten und Fachhochschulen angeboten. Der Studienablauf ist in vielen Punkten identisch. Ein Bachelor hat den Vorteil, dass die Abschlüsse international vergleichbar und deshalb auch europa- und weltweit anerkannt sind. Dies wird durch das ECTS System ermöglich.

    Bachelor - Studienablauf und ECTS System

    © WavebreakmediaMicro - Fotolia.com

    Punkte sammeln für den Abschluss

    Im besten Fall beträgt die Regelstudienzeit in einem Bachelorstudium drei Jahre bzw. sechs Semester. Während dieser Zeit wird das theoretische Wissen in Form von Modulen vermittelt, die sich aus Vorlesungen, Seminaren und praktischen oder theoretischen Übungen zusammensetzen. Für jedes Modul, das Du erfolgreich absolviert hast, erhältst Du eine bestimmte Anzahl von ECTS Leistungspunkten. ECTS ist die Abkürzung für European Credit Transfer System, dessen Sinn und Zweck es ist, die Studienleistungen, die in Deutschland oder in einem anderen Land der Europäischen Union erreicht werden, miteinander vergleichbar zu machen.

    Insgesamt besteht ein Bachelorstudium von drei Jahren Dauer aus 180 ECTS Leistungspunkten. Du kannst davon ausgehen, dass Du pro Semester etwa 30 ECTS Leistungspunkte erwerben wirst. Ein ECTS Leistungspunkt entspricht dabei einer Arbeitszeit von 30 Stunden.

    Um die vorgeschriebenen ECTS Leistungspunkte für ein Modul zu bekommen, reicht es nicht aus, dass Du die entsprechenden Veranstaltungen besuchst. Am Ende eines Moduls ist ein Leistungsnachweis in Form einer Klausur, Hausarbeit, mündlichen Prüfung oder eines vergleichbaren Leistungsnachweises zu erbringen. 

    Die konkreten Regelungen zu den zu erbringenden Leistungspunkten, Leistungsnachweisen und Studienablauf findest Du in der Studien- bzw. Prüfungsordnung Deines Studiengangs. 

    Flexible Gestaltung im Studium

    Der Studienablauf in einem Bachelorstudium ist sehr flexibel. Das Studium besteht aus einem Pflicht-, einem Wahlpflicht- und einem Wahlbereich. Hier kannst Du Deine eigenen Schwerpunkte setzen und einen Teil der Module entsprechend Deiner persönlichen Vorlieben auswählen. Diese Vorgehensweise ist nicht zuletzt für Deine spätere berufliche Laufbahn und für eine eventuelle Orientierung in Richtung Masterstudium von Bedeutung. Der Studienablauf in einem Masterstudium ist in vielen Punkten identisch mit dem Studienablauf im Bachelorstudium. Es wird aber ein viel stärkerer Fokus auf die Forschung und das wissenschaftliche Arbeiten gelegt.

    In diesem Zusammenhang sollte nicht zuletzt das duale Studium Erwähnung finden. Dieses Studium kombiniert eine Berufsausbildung mit einem Bachelorstudium. Zwar ist damit eine Doppelbelastung verbunden, es erhöht aber auch Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der Studienablauf muss so organisiert werden, dass eine problemlose Kombination mit der zeitgleich stattfindenden Berufsausbildung möglich wird. Nach einem dualen Studium stehen die Chancen gut, vom Arbeitgeber übernommen zu werden. Zudem besteht die Möglichkeit, im Anschluss noch ein Masterstudium aufzunehmen.

    Abschlussprüfung

    Die Prüfung, die Du am Ende eines Moduls ablegst, ist die Abschlussprüfung für das entsprechende Fachgebiet. Solltest Du sie nicht bestehen, kann sie ein- oder zweimal wiederholt werden, je nachdem, was die Studienordnung vorschreibt. Die Wiederholung der Modul-Abschlussprüfung kann an bestimmte Bedingungen geknüpft sein. So könntest Du zum Beispiel aufgefordert werden, die Vorlesung, die Seminare und/oder die Übungen, die zu dem betreffenden Modul gehören, zu wiederholen. Dies wird vor allem bei einer zweiten Wiederholung der Abschlussprüfung der Fall sein.

    Am Ende des Studiums stehen die Bachelorarbeit und häufig eine mündliche Verteidigung dieser an, für die Du ebenfalls entsprechende ECTS Leistungspunkte bekommst. Für die Anmeldung zur Bachelorarbeit muss Du bereits eine bestimmte Anzahl an Leistungspunkten gesammelt haben. Den Umfang, den Deine Bachelorarbeit umfassen muss, und die Zeit, die Du für das Verfassen zur Verfügung hast, sind ebenfalls in der Studien- bzw. Prüfungsordnung geregelt.

    Hast Du alle vorgeschriebenen 180 ECTS Punkte erreicht, bekommst Du den akademischen Grad eines Bachelor verliehen.

    Abschlüsse

    Welche Möglichkeiten habe ich mit meinem Studienabschluss?

    Je nachdem, in welchem Studienfach Du einen Abschluss als Bachelor anstrebst, kannst Du auf einen Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Bachelor of Engineering, Bachelor of Laws, Bachelor of Fine Arts, Bachelor of Music, Bachelor of Musical Arts oder einen Bachelor of Education hinarbeiten. Der Studienablauf und die Studienorganisation ist in vielen Fällen vergleichbar.

    Bachelorabschlüsse und Abkürzungen 

    Bachelor of ArtsB.A.Geistes-, Kultur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fächer
    Bachelor of ScienceB.Sc.Naturwissenschaften
    Bachelor of EngineeringB.Eng.Ingenieurwissenschaften
    Bachelor of LawsLL.B. (Legum Baccalaureus)Rechtswissenschaften
    Bachelor of Education B.Ed.Erziehungswissenschaften und Lehramt
    Bachelor of Fine ArtsB.F.A.künstlerische Fächer
    Bachelor of Music / Bachelor of Musical ArtsB.Mus. / B.M.A.musikalische Fächer

    Berufsaussichten

    Bei der Wahl eines geeigneten Studienfaches solltest Du Dich in erster Linie von Deinen persönlichen Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten und erst dann von der Situation auf dem Arbeitsmarkt leiten lassen. Was nützt es, wenn Du einen Studienabschluss in einem Fach anstrebst, das zwar allgemein sehr gefragt ist, das Dir aber überhaupt nicht liegt?

    Außerdem kann sich die Situation in einigen Jahren schon wieder erheblich verändert haben. In den 1990er Jahren hatten es die Absolventen naturwissenschaftlicher Studiengänge sehr schwer, eine adäquate berufliche Anstellung zu finden. Heute hat sich die Situation ganz wesentlich gewandelt. Naturwissenschaftler und Ingenieure sind gefragte Leute, die sich über attraktive Arbeitsplätze und hohe Einstiegsgehälter sowie ausgezeichnete Karrierechancen freuen können. Schwieriger stellt sich die Lage für die Absolventen kultur- und geisteswissenschaftlicher Studiengänge dar. Hier wäre es eventuell überlegenswert, ein Studium mit dem Ziel des Lehramtes anzustreben oder frühzeitig durch Praktika herauszufinden, in welchem Bereich man später arbeiten möchte und sich ein Netzwerk aufzubauen.

    Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, der Rechtswissenschaften und der Medizin bietet in der Regel ausgezeichnete Perspektiven und gute Jobchancen. Hier sind die Karrieremöglichkeiten sehr vielfältig.

    Ein Studium der Kunst oder Musik erfordert in der Regel eine Eignungsprüfung, eine intensive Vorbereitung und eine entsprechende Hingabe an das gewählte Fach. Auch hier könnte das Lehramt eventuell eine Ergänzung oder eine Alternative sein.

    Gehälter

    Mit welchem Gehalt kann ich rechnen?

    Je nachdem, in welchem Bereich Du einen Bachelorabschluss anstrebst, stehen Dir verschiedene Karrierewege offen. Die Einstiegsgehälter liegen in der Regel deutlich über den Einstiegsgehältern, die für Berufsanfänger gezahlt werden, die über keinen akademischen Abschluss verfügen.

    Ein Bachelorabsolvent kann mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt in Höhe von 42.000 pro Jahr rechnen. Viele Unternehmen zahlen zudem Weihnachts- und Urlaubsgeld und bieten gute Karrierechancen und damit die Möglichkeit, das monatliche oder jährliche Gehalt kurz-, mittel- oder langfristig weiter zu erhöhen.

    Was verdienen Bachelor-Absolventen nach dem Studium?

    © Sabine Naumann - Fotolia.com

    Wenn Du als Trainee Deine berufliche Karriere startest, kannst Du mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt in Höhe von 46.000 Euro pro Jahr rechnen, wobei es durchaus erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen und den einzelnen Fachgebieten geben kann: 

    • Chemische Industrie und Pharmazie: 50.000 Euro
    • Automobilindustrie: 48.000 Euro
    • Finanzwirtschaft und Bankenwesen: 47.000 Euro
    • Rechtswissenschaft: 57.000 Euro
    • Medizin: 49.000 Euro
    • Geistes- und Kulturwissenschaften: 32.000 bis 39.000 Euro

    Außerdem musst Du je nach Region mit deutlichen Unterschieden rechnen, denn in Süddeutschland oder in der Mitte Deutschlands sind die Jahreseinkommen vergleichsweise höher als in den neuen Bundesländern.

    Nähere Informationen findest Du hier: www.gehaltsreporter.de/absolventengehaelter

    08/2016

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