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QUIZ
 

LOHNT SICH EIN MASTERSTUDIUM?

    Besonderheiten

    Was ist das Besondere am Master?

    Masterstudium ist nicht gleich Masterstudium. Es werden drei Typen unterschieden: der konsekutive Master, der nicht-konsekutive und die besondere Art des weiterbildenden Masters.

    Master-Programme - lohnt sich der Abschluss für die Karriere?

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    Der konsekutive Master baut auf einen fachlich gleichen Bachelorabschluss auf und führt dessen Inhalte fort oder vertieft sie. Der nicht-konsekutive Master hingegen kann auch mit einem andersfachlichen Bachelorabschluss studiert werden. Vorausgesetzt werden hier nur gewisse Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens sowie Methodenkompetenz.
    Weiterbildende Masterstudiengänge schließlich setzen neben einem qualifizierten Hochschulabschluss Berufserfahrung von mindestens einem Jahr voraus. Zu dieser Kategorie zählt beispielsweise der MBA.

    Master of Science oder Master of Arts?

    In den Wirtschaftswissenschaften werden sowohl der Master of Science, kurz M. Sc., als auch der Master of Arts, kurz M. A., vergeben. Der M. Sc. soll eher mathematisch oder technisch ausgerichtet sein und findet sich aus diesem Grund oftmals als Abschluss von Studiengängen wie Wirtschaftsingenieurswesen. Beide Abschlüsse berechtigen zu einer weiteren wissenschaftlichen Karriere, also zur Promotion oder der Aufnahme in den höheren Dienst.

    Vom Bachelor zum Master

    Es gibt keinen automatischen Übergang vom Bachelor- ins Masterstudium, für ein Masterstudium ist eine erneute Bewerbung nötig. Da viele Masterstudiengänge zulassungsbeschränkt sind, müssen Bewerberinnen und Bewerber häufig ein Zulassungsverfahren durchlaufen.

    Je nach Hochschule und Studiengang gibt es unterschiedliche Voraussetzungen. Normalerweise müssen der Nachweis eines akademischen Abschlusses vorliegen sowie ein Lebenslauf und Zeugnisse über Berufstätigkeiten. Außerdem werden zuweilen Gutachten einer Professorin bzw. eines Professors oder eine persönliche Stellungnahme verlangt, warum Du dich für dieses Studium entschieden hast. Auch das Verfassen eines Aufsatzes zu einem studienrelevanten Thema oder das Ablegen von Leistungstests kann verlangt werden.

    Genaue Informationen zu Studiengängen finden sich auf den Internetseiten der Hochschulen. Zu beachten ist, dass für die Zulassungsverfahren häufig Bewerbungsfristen bestehen, die eingehalten werden müssen!

    Studienverlauf

    Wie lange dauert ein Masterstudium?

    Die Regelstudienzeit eines Masterstudiums an Universitäten beträgt normalerweise zwischen drei und vier Semestern einschließlich der Zeit für die Masterarbeit. Man spricht deshalb auch von einem 6+4-Modell (sechs Semester Bachelor + vier Semester Master). Die Regelstudienzeit an Fachhochschulen kann davon abweichen. Dort lautet die Formel meist 7+3. 

    (Leistungs-)Punkte sammeln

    Wie schon beim Bachelor absolvieren die Studierenden verschiedene Fachmodule, also Lehrveranstaltungen, die ein abgegrenztes Themengebiet behandeln und höchstens zwei Semester dauern. Die Module sollten in einer bestimmten Reihenfolge belegt werden, um die Regelstudienzeit einzuhalten. 

    Auch im Masterstudium werden Leistungspunkte (ECTS-Punkte) angesammelt, die unter anderem für die regelmäßige Teilnahme an Vorlesungen und Seminaren sowie für Übungen und Klausuren vergeben werden. In der Regel umfasst ein Masterstudium zwischen 60 bis 120 Credit Points, je nachdem wie viele ECTS Leistungspunkte im vorherigen Bachelorstudium gesammelt wurden: Insgesamt müssen Bachelor und Master zusammen mind. 300 ECTS ergeben. 

    Abschlussprüfung

    Sobald die erforderlichen Credit-Points erbracht sind, folgen die Masterarbeit und eine abschließende mündliche Prüfung. Der Umfang der Masterarbeit sowie die Bearbeitungsdauer sind in der Studien- bzw. Prüfungsordnung Deines Studiengangs geregelt. 

    Für den Masterabschluss erhalten Absolventinnen und Absolventen wie für den Bachelor das „Diploma Supplement“, das in englischer Sprache nähere Informationen zu Studienprogramm und -inhalten sowie Studienverlauf und Noten gibt. 

    Promotion

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    Promotionsberechtigung

    Der Masterabschluss gilt als Berechtigung für eine anschließende Promotion. Dabei ist es unrelevant, ob der Abschluss an einer Fachhochschule oder Universität erworben worden ist. Die Regelungen des Promotionsverfahrens sind von Hochschule zu Hochschule und von Studienfach zu Studienfach unterschiedlich und werden in der jeweiligen Prüfungsordnung festgehalten.

    Sind die entsprechenden Voraussetzung erfüllt, kann mit der Arbeit an der Dissertation - auch Doktorarbeit genannt - begonnen werden. Die Dauer für das Verfassen der Arbeit ist unterschiedlich und kann ein bis fünf Jahre umfassen. Nach Abgabe der Dissertation erfolgt die Disputation - eine mündliche, öffentliche Verteidigung der Arbeit.

    Master im Ausland

    Masterstudium im Ausland

    Prinzipiell steht einem Masterstudium im Ausland nichts im Weg. Eine gute Möglichkeit ist es, schon während des Bachelors ein Auslandssemester einzulegen, um dann ein einjähriges Master-Programm an einer ausländischen Hochschule anzuschließen. Zu klären ist allerdings trotzdem im Vorfeld, ob das jeweilige absolvierte Bachelorstudium auch im Ausland anerkannt wird. In Kanada beispielsweise beträgt die Bachelor-Studienzeit vier Jahre. Ob hier auch mit einem deutschen Drei-Jahres-Bachelor ein Master absolviert werden kann, wird direkt an der kanadischen Hochschule erfragt.

    Studium im Ausland

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    Voraussetzungen für eine Promotion

    Der Masterabschluss im Ausland bringt oftmals weniger ECTS-Punkte als der deutsche (60 bis 80 im Vergleich zu 90). Daher sollte vorher abgeklärt werden, welche Zugangskriterien für eine Promotion bestehen. Viele deutsche Hochschulen haben 300 Punkte als Voraussetzung festgelegt, von denen 180 bereits mit Abschluss des Bachelors erworben sind.

    Nach einem ausländischen Master kann dieser entweder von der Zentralstelle zur Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse anerkannt werden oder es erfolgt eine direkte Kontaktierung der Hochschule, an der die Promotion stattfinden soll. Sie gibt Auskunft, ob die vorhandenen Studienqualifikationen ausreichen. Ratsam ist es, schon vorher Kontakt zu einer potentiellen Doktormutter bzw. einem Doktorvater herzustellen.

    08/2016

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